Wasra-Cup 16. – 18.3.2018, Berlin

Autor: Mirko Seifert; Bilder: Mirko Seifert

Zum 20. Mal fand vom 16. bis 18.3.2018 der Wasra-Cup (ehemals Titze Cup) in Berlin statt.

Die Wassertemperaturen Schwimmbecken:
Fr: + 26,3 Grad C.; Sa: 26,2; So: + 26,3; Sprungbecken am So: + 30,3

Es gab keine Rückenstarthilfen.

Die Anschlagmatten waren beidseitig angebracht.

Die Tribüne war auf beiden Seiten geöffnet.

Es gab keinen Imbissstand.

Zwei Sprecher führten durch die Veranstaltung.

Zwei-einhalb Berliner Trainingsgruppen des SLZ Berlin waren nicht da:
– TG Gampe war in Leipzig bei den Sächsischen Landesmeisterschaften;
– TG Hansen war seit einigen Tagen in Südafrika im Trainingslager;
– TG Dautz war nur am Freitag anwesend; am Wochenende ging es zum Trainingslager nach Belmeken (Bulgarien);
Damit war auch Maya Tobehn nicht mehr am Sonntag anwesend, als die Prämien für die punktbeste Leistung am Sonntag übergeben wurden.

Mit viel Sonne im Gepäck reiste die TG Trantow (Berlin) einige Tage vor dem Wettkampf vom Trainingslager aus Spanien wieder nach Berlin. Sie waren 2 Wochen auf Lanzarote.
Wenn man genauer hinschaute waren nicht nur diese Sportler der Sonne ausgesetzt, spricht, sie waren braungebrannt, es waren auch zwei Kampfrichter im Trainingslager bei den Masters.

Eimer gab es auch, und es gab Eimerkipper. Diese waren aber im Verhältnis zu den vielen Teilnehmern sehr gering. So waren wieder als Eimerkipper u. a. Ira Hünnebeck und Sarah Drews unterwegs.

Es gab einen Vorstart und ein Vorstartzelt.

Es wurde Musik während der Läufe gespielt.

Auch die Namen bei den 50 m Strecken wurden angesagt.

Am Sa und So war wieder Kampfrichterausbildung. Zu erkennen waren die „Neulinge“ am dunkelfarbigen Shirt. Die arrivierten Kampfrichter trugen komplett weiß.

Es gab zum Teil viele Lücken bei den Läufen. So war auch zu sehen, dass bestimmte Sportler mal den einen Wettkampf schwammen, den nächsten dann nicht, den übernächsten aber wieder am Start waren. Da es so viele Sportler betraf gab es auch keine Abmeldungen. Es wäre zu viel Arbeit gewesen das alles zu erfassen.

Es gab einen Videostream, aber ohne Ton.

Einige Geschwister schwammen mit: Charlotte und Marlene Blanke; Julien, Lucie und Paul Niederberger.

Berlin, März 2018, Wasra-Cup: nicht verletzt, sondern nur erschöpft.

Berlin, März 2018, Wasra-Cup: nicht verletzt, sondern nur erschöpft.

Fr, 16.3.
Letzte beim Einschwimmen war Charlotte Blanke.

Die Wendetafeln sollten von den Vereinsvertretern gehalten werden. Kam nur schleppend in Gang. Im Lauf 1 über 800 F der Frauen hatte nur Bahn 5 einen Tafelhalter.
Die Wendetafel für Charlotte Blanke hielt ihre Schwester Marlene Blanke.

Normzeiten für die JEM oder EM wurden nicht geschwommen. Aber es wurde eine Normzeit für die Freiwasser-JEM geschwommen, von Charlotte Blanke. Um sich für die JEM 2018 zu qualifizieren müssen zwei Kriterien erfüllt werden: eine bestimmte Zeit über 1500 m F im Jahrgang im Becken muss unterboten werden; des Weiteren müssen die entsprechenden Jahrgänge bei der Freiwasser DM Ende Juni in Mölln einen bestimmten Platz erreicht haben. Teil 1 hat Charlotte Blanke erfüllt. Sie überrundete in ihrem einsamen Rennen über 1500 m F mehrmals (mind. 3-mal) die Sportlerin auf Bahn 7.

L. Piechnick schwamm die 1500 m F im 50 m Wechsel in Kraul und Rücken.

Das Sprungbecken stand zum Ein/Ausschwimmen bereit.

Am Ende der Veranstaltung kamen wieder die Taucher, die im Sprungbecken trainieren.

Bei den Männern verlor im Lauf 1 Bahn 2 über 1500 m F der Sportler seine Badekappe.

Berlin, März 2018, Wasra-Cup: Anzeigetafeltest am Ende der Veranstaltung.

Berlin, März 2018, Wasra-Cup: Anzeigetafeltest am Ende der Veranstaltung.

Sa, 17.3.
Licht Ausfall: um 9.33 Uhr ging das Licht über dem Wettkampfbecken aus. Es war gerade Lauf 3 über 50 m Rücken der Männer am Start. Die Dachluken waren zwar geöffnet und man stand nicht völlig im dunklen, der Wettkampf wurde aber bis 9.45 unterbrochen. Dann waren wieder 2 von 4 Lampen an.

Bis 13.00 Uhr waren die Wasserspringer in der Schwimmhalle. Ab dann war das Sprungbecken für das Ein/Ausschwimmen geöffnet.

Ein Sportler über 100 m F im Lauf 11, Bahn 0, sprang ins Wasser, seine Brille verrutschte, er versuchte kurz sie zu richten, dies misslang, nach 10 m stieg er aus dem Wasser.

Es gab wieder Kaffeetassen.

Rekord: Einen deutschen Rekord für Paralympische Schwimmer schwamm Janina Breuer über die 200 m Schmetterling in der Kategorie S14. Ihre Zeit 2:39,46 Min. Es war nicht nur ein neuer deutscher Rekord, es wurde zum ersten Mal ein deutscher Rekord über diese Strecke (200 m S, S14) aufgestellt. Die geforderte Limitzeit wurde bisher noch nicht unterboten.

Tabelle: Trainingslagerergänzungen zum Artikel vom 9.3.2018 „Trainingslager 2018 – eine Frühjahrsübersicht“

Trainingsgruppe Trainingslager
Bahn 3 (SSV Freiberg) Zypern (über Ostern)
SG Steglitz, LG4 Lignano (Italien), 12 Tage, u. a. mit Ole Sadecki, Smilla Milbach (über Ostern)
Berliner TSC, Wettkampf-Mannschaft Zagreb, Kroatien (über Ostern)
Z88 Wettkampf-Mannschaft Kroatien (über Ostern)
SG Steglitz, Wettkampf-Mannschaft Barcelona (über Ostern)

So, 18.3.
Letzte beim Einschwimmen am Morgen war Helene C.

Das Sprungbecken war immer geöffnet.

Ein technischer Fehler beim Start über 100 F, Lauf 4, Frauen, führte dazu, dass zwar einige Sportlerinnen ins Wasser „fielen“, der Start wurde aber daraufhin gleich wiederholt.

Weltrekord – ja oder nein?
Einen deutschen, Europa- und Weltrekorde für Paralympische Schwimmer gab es über 200 m Brust, Frauen, aufgestellt von Elena Krawzow in 2:48,11 Min. Der deutsche Rekord für sie dürfte nur Formsache sein.
Doch wie sieht es für den Weltrekord aus? Nach meiner Quelle müssen dafür folgende Sachverhalte geklärt sein. Es ist fraglich, ob dem so war:
– die Veranstaltung musste im Vorfeld bei der IPC angemeldet sein;
– der Anzug muss vom Kampfgericht kontrolliert werden;
– eine Vermessungsurkunde der SSE muss dem Antrag beigefügt werden;

Berlin, März 2018, Wasra-Cup: Beleg des Anzuges zur Einreichung bei der IPC für den Weltrekord über 200 B.

Berlin, März 2018, Wasra-Cup: Beleg des Anzuges zur Einreichung bei der IPC für den Weltrekord über 200 B.

Zum ersten Mal habe ich Bilder als Wunschbild offeriert, die nicht veröffentlicht werden müssen. Beitrag siehe hier.

Buch und Ergänzungsband „Deutsche Meister Schwimmen 1883 – 2017, Langbahn“,

Die Bilder vom Freitag gibt es hier. Bilder vom Samstag und Sonntag folgen die nächsten Tage.

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