Europa-Cup im Schwimmen; J-EM Verlängerung

Autor: Mirko Seifert

Die LEN, der Europäische Schwimmverband, hat im Dezember 2017 einige ambitionierte Projekte veröffentlicht. Speziell beim Schwimmen plant der Verband, dass es auch einen Europa-Cup geben sollte. Ziel ist es, in allen Fachsparten (im Wasserball und Freiwasser gibt es ihn bereits; im Schwimmen, Synchronschwimmen Wasserspringen noch nicht) einen Europa-Cup zu „installieren“. Konkrete Details gab es aber nicht. Der Europa-Cup wäre eine direkte Konkurrenz zum FINA Weltcup. Hintergrund ist die Absicht der LEN, dem „alten Kontinent“ noch mehr Möglichkeiten zu bieten, sich untereinander zu messen. Nicht zu Unrecht weiß die LEN, dass die Besten weltweit zum überwiegenden Teil aus dem „alten Kontinent“ stammen. Paolo Barelli, LEN-Präsident, stellte sich 2017 zur Wahl für das FINA-Präsidentenamt, verlor aber. Demnach ist es nur konsequent, dass er ein starkes Gegengewicht gegenüber der FINA aufbauen will.

Weiterhin angedacht wurde, die Junioren-EM im Schwimmen ab 2021 von 5 auf 6 Tage auszudehnen. Ab 2020 soll es zudem eine EM im High-Diving geben.

In den letzten 20 Jahren ist eine Strömung zugunsten von internationalen Meisterschaften, weg von nationalen „Befindlichkeiten“, zu beobachten.
Im Wasserball zum Beispiel richtet sich der nationale Spielplan der DWL nach dem internationalen Kalender.
Im Schwimmen wird 2018 damit begonnen, die Deutschen Meisterschaften im Juli als Alibi Veranstaltung abzuhalten. Die dort erzielten Titel und Zeiten sind, nimmt man Seven beim Wort, irrelevant.
Mit dem FINA-Weltcup, der Junioren-EM, Junioren-WM (alle 2 Jahre), dem EYOF (alle 2 Jahre), dem evtl. Europa-Cup, Welt- und Euromeisterschaften im Jahresrhythmus, den Olympischen Sommerspielen alle vier Jahre stehen schon jetzt diese Veranstaltungen weit über den DM. Die DM sind gerade dabei, von den Verantwortlichen in die Bedeutungslosigkeit abgeschoben zu werden.

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