Dresden und die zweite 50 m Halle

Autor: Mirko Seifert

Noch steht die erste 50 m Schwimmhalle Dresdens gespenstisch im dunklen. Nur ein Bauzaun verhindert, dass man sich im Betonwerk verirrt. Zwar deutet noch nichts auf ein rasches Ende der Sanierungsarbeiten hin, doch nächstes Weihnachten (2018) wird die Sache schon anders aussehen. Das angepeilte Ende der Sanierung wird wohl nicht Ende 2018 erreicht sein. In 2019 aber dann sollte die zweite 50 m Halle wieder in Betrieb gehen. Dann werden die neue und die alte Halle miteinander verbunden sein. Zwei 50 m Hallen mit je 8 Bahnen, die nur wenige Meter auseinander liegen. Welche Stadt kann das vorweisen?

Dezember 2017: alte Schwimmhalle von außen.

Dezember 2017: alte Schwimmhalle von außen.

Berlin wird immer wieder genannt. Nur das in der oberen Schwimmhalle niemand wirklich gern Wettkämpfe ausrichten will. Das Wasser ist langsam, die Tiefe beträgt max. 2 m, das Licht ist schlecht und eine Tribüne gibt es auch nicht. Eine Trainingshalle eben.
Doch die Schwimmhalle in Dresden ist ab 2019 auf dem neuen Stand der Technik und diesen Trumpf werden die Dresdner sicher auszuspielen wissen. Warum also nicht das Christstollen Schwimmfest in zwei Schwimmhallen durchführen? Warum nicht die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften zum ersten Mal überhaupt nach Dresden holen?

Die neue Schwimmhalle erlebte im Dezember 2017 ihr erstes Wasserball-Länderspiel (gegen Russland) überhaupt. Generell, und das ist auch ein Unterschied zur Berliner SSE, wird in Dresdens neuer Schwimmhalle auch Wasserball trainiert und es gibt Punktspiele.

Dezember 2017: alte Schwimmhalle von außen.

Dezember 2017: alte Schwimmhalle von außen.

Das Schwimmbad wurde mit Beginn des 27. Christstollen-Schwimmfestes im Dezember 2017 vom DSV mit dem Zertifikat „Schwimmhalle Kategorie B“ bedacht.
Kategorie B besagt, dass die Schwimmhalle für nationale amtliche Wettkämpfe des DSV und seiner LSV geeignet ist. „B Schwimmhallen“ müssen 25 m oder 50 m lang sein, eine Beckenbreite von 21 m aufweisen und 8 Bahnen haben. Die Wassertiefe muss mind. 1,80 m betragen. Weitere Anforderungen waren u. a. Funktionsräume für die Wettkampforganisation, Hilfsdienste und Medien.
Folgende Gebühren fallen für die Zertifizierung durch den DSV an:
Wettkampfgerechte Becken, pro Wettkampfbecken, 750 Euro zzgl. Reisekosten für eine Person;
Wettkampfgerechte Sportstätten, Kategorie A und B, 2.000 Euro zzgl. Reisekosten für zwei Personen;

Tabelle: Vergleich neue SH Dresden, SSE Berlin, blu Potsdam, Stand: Dezember 2017

blu Dresden SSE
Eröffnet offiziell 7.6.2017 13.12.2016 6.11.1999
Erster Wettkampf 15.7.2017, Alter Fritz 26. Christstollen-SF LPWK 5. Klasse
Bahnen 10 8 10
Länge 50 m, Fliesen 50 m, Edelstahl 50 m, Fliesen
Tiefe 2,05 m bis 3,35 m 2 m 3 m
Separates Ein/Ausschwimm-

becken

ja

(12,5 x 6,25 m)

ja

(12,5 m), 4 Bahnen, 8 m breit

ja

(50 m Becken, 8 Bahnen), Sprungbecken

Wassertemperatur Wettkampf NDJLV

+ 26,7

Wettkampf: + 26,7

Lehrschwimm: + 31,3

Wettkampf

schwankend, + 25,9 – 27,0

auf 25 m verschiebbar nein nein ja
Parkplätze ja (im Dez. 2017 noch kostenlos) in umliegenden Parkhäusern, auf der Straße begrenzt kein Parkkonzept, loses Parken im Umfeld
Öffentlicher Nahverkehr Hauptbahnhof ca. 200 m entfernt Tram, ca. 400 m entfernt Tram, S-Bahn, Bus, ca. 100 m entfernt
Tribüne 400 400 ca. 3.000
Geöffnet für Vereine, Öffentlichkeit Vereine, Öffentlichkeit Leistungszentrum Berlin, z. T. Vereine; Öffentlichkeit (nur oben)
Wasserball-Wettkämpfe ja ja nein
Anzeigetafeln 2 2 1 (neu seit Okt 2017)
Zertifizierung nein B (Dez. 2017) A
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