Berliner Kurzbahnmeisterschaften 2017, 10. – 12.11., Berlin

Autor: Mirko Seifert

Die Landesoffenen Berliner Kurzbahnmeisterschaften fanden vom 10. – 12.11.2017 in Berlin, SSE, statt. „Landesoffen“ nutzten die Potsdamer: die TG Letz, Luckau und Seitz waren mit ihren Sportlern am Start. Sie wurden aber nicht in der Berliner Wertung gewertet, sondern nur in der offenen Wertung.

Die Wassertemperatur an beiden Tagen: + 26, 5 Grad C.
Elektrische Leitfähigkeit des Wasser am Sonntag: ca. 720 micro-Siemens;

Neue Anzeigetafel
Optisches Highlight war die neue Anzeigentafel. Hier geht es zum ausführlichen Bericht über die neue Anzeigetafel (Neue Videoanzeige in der SSE installiert vom 3.11.2017).

Die Tafel verrichtete ausfallfrei ihren Dienst. Es war der erst Wettkampf, wo Zeitmessung und Präsentation Hand-in-Hand gingen. Die Schrift ist etwas kleiner als bei der Alten, aber die Auflösung ist besser, sodass die Zeilen/Schrift schärfer ist. Es hilft aber nicht den Brillenträgern: diese blinzeln nach wie vor beim Blick auf die neue Tafel.
Die Tafel kann auch im Dimm-Modus betrieben werden, dadurch wirkt die Tafel nicht so aufdringlich. Während des Einschwimmens liefen eine Trainingsuhr und eine Uhrzeit mit.

Der Bereich unter der Anzeigetafel war auf 25 m gesperrt. Das hat aber nichts mit der neuen Tafel zu tun, sondern als Vorsichtsmaßnahme wegen kaputten Fliesen.

Berlin, November 2017: Berliner Kurzbahnmeisterschaften: die neue Anzeigetafel erstmalig im Wettkampfeinsatz.

Berlin, November 2017: Berliner Kurzbahnmeisterschaften: die neue Anzeigetafel erstmalig im Wettkampfeinsatz.

Soundcheck
Ebenfalls neu sind ein Mischpult in der Sprecherkabine und neue Mikrofone. Die 39 Lautsprecher, die nun sichtbar an der Hallendecke hängen, wurden seit einigen Wochen Stück für Stück angebracht und angeschlossen.

Buch „Deutsche Meister Schwimmen 1883 – 2017, Langbahn“
Am 4.12.2017 erscheint mein Buch „Deutsche Meister Schwimmen 1883 – 2017, Langbahn“. Darin gibt es auch viele Daten, Tabellen und Hintergründe. Auf 412 Seiten werden 134 Jahre Schwimmgeschichte präsentiert.
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2 Altersklassenrekorde (AKR)
Es gab zwei neue AKR, beide in der AKR 12. Stammgast in dieser Aufzählung seit Anfang 2017 ist Titus Perlwitz. Er verbesserte die Zeit über 100 B auf 1:08,73 Min.

Neu in der Aufzählung ist Ole Schaffrath. Er trainiert seit Saisonbeginn 2017-18 bei Hr. Römisch (Berlin), der die TG von Hr. Weib übernahm. Seine neue Bestzeit: 9:03,80 Min. Es ist seit Jahren einmal wieder ein männlicher Sportler aus Berlin, der einen AKR aufstellte.

Kurios: da es seit einigen Jahren nicht mehr möglich ist, dass Zwischenzeiten als Rekorde anerkannt werden, wäre diese Zeit – 9:03,80 Min. – nach der alten Regelung gar kein AKR gewesen. Linus Schwedler (Jg 2005) schwamm bei seinem 1500 m F als 800 m Durchgangszeit 9:02,46 Min. (8.10.2017, Club Challenge in Berlin). Den alten, regulären AKR der AK 12 hielt Alexander Eckervogt 9:05,97 Min. aus dem Jahr 2012.

Die Berliner Kurzbahnmeisterschaft war Qualifikationswettkampf für die Berliner Schwimmer für die Wettkämpfe in 2 Wochen: 10 Ländervergleich (in Berlin) und Norddeutscher Jugendländervergleich (in Potsdam).

Kappenverlust
Benjamin Sinnig verlor seine einzige Badekappe über 1500 m Freistil.
Erik Steinhagen verlor seine 2. Kappe über 100 m B.

Berlin, November 2017: Berliner Kurzbahnmeisterschaften Kappenverlust Nr. 1

Berlin, November 2017: Berliner Kurzbahnmeisterschaften Kappenverlust Nr. 1

Berlin, November 2017: Berliner Kurzbahnmeisterschaften Kappenverlust Nr. 2

Berlin, November 2017: Berliner Kurzbahnmeisterschaften Kappenverlust Nr. 2

Freistil umgewandelt in Schmett und Rücken
Über die 400 m Freistil der Männer gab es seit einiger Zeit mal wieder zwei Sportler (sogar in einem Lauf), die „Frei“ wählten und folgende Strecken schwammen:
Patrick Heller 400 S in 4:24,31 Min., damit wurde er noch dritter im Jahrgang;
Ben Mouchegh 400 R in 4:34,66 Min.;
In meiner Liste „außergewöhnliche Strecken“, wo ich diese Vorfälle notiere, ergibt sich folgendes:
Alexander Kunert schwamm eine 4:24,22 Min. über 400 S in 2016, aber auf einer 50 m Bahn. Eine 400 m Rückenzeit hatte ich noch nicht sortiert, bin aber auch noch nicht alle meine Aufzeichnungen aus der Vergangenheit durchgegangen. Das schwere darin ist ja, dass diese „Abweichungen“ NICHT im Protokoll stehen. Man(n) muss schon selbst dabei gewesen sein.

Nahrungsstand
Vor dem Haupteingang hatte die SG Neukölln einen Grillstand aufgebaut. In der SSE gab es keine Stände. Preis: Kaffee 1,00 Euro; Kuchen 1,00; Kakao 1,00; Bratwurst 2,50; Steak 3,00;

Videostream
Zum ersten Mal gab es bei Berliner Meisterschaften einen Videostream. Diese Videos sind auch nach dem Wettkampf noch abrufbar. Link: https://www.pscp.tv/swimstream/1OwGWMDrWvQxQ
Dazu stand eine Kamera in der 2. Etage und übertrug automatisch das Einschwimmen und die Wettkämpfe. Dieses Prinzip gab es bereits beim Ins. Swim-Cup am 30.9./1.10.2017 an gleicher Stelle.

Links:
Videostream: https://www.pscp.tv/swimstream/1OwGWMDrWvQxQ
Bilder Abschnitt 1: http://mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2199/
Buch: Deutsche Meister Schwimmen 1883 – 2017, Schwimmen

Rückenduell bei der 4×50 m Lagen Staffel männlich
Florian Opitz und Ole Braunschweig trainierten vor einiger Zeit zusammen am OSP Berlin. Florian ist nun nicht mehr, aber bei der Lagenstaffel schwammen sie als Startschwimmer gegeneinander. Florian gewann die 50 m Rücken in 24,96 Sek. vor Ole in 25,16 Sek. Seine Genugtuung darüber entlud sich laut und sichtbar.

Splitter
Es gab keine Rückenstarthilfen.

Zwei Sprecher führten durch die Veranstaltung.

Es gab keinen Vorstart.

Die Wendetafeln mussten von den Vereinsvertretern gehalten werden.

Maya Tobehn meldete vorsorglich alle Starts ab. Sie war aber die ganze Zeit in der Schwimmhalle.

Es wurde Musik während den Läufen gespielt.

Einige enttäuschte Gesichter gab es. Vorwiegend bei den Frauen.

Alle 50 m Strecken wurden vorgestellt.

Die Wasserspringer trainierten am Samstag.

Am Sonntag war das Wasserspringerbecken gesperrt.

Das zweite 25 m Becken war an allen Tagen geöffnet. Es gab keine Probleme mit spielenden Schwimmern.

Eimer gab es keine. Also auch keine Eimerkipper.

Eine Sportlerin stoppte bei den 400 m Freistil 2 Bahnen zu früh. Sie hielt kurz an, wurde aber von außen lautstark auf ihr Missgeschick aufmerksam gemacht und schwamm weiter.

Am Freitagabend waren wieder die Taucher im Sprungbecken aktiv.

Es gab einen Sanitätereinsatz.

Für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2017 (14. – 17.12., Berlin, SSE) werden Körbchenkinder (10 – 14 Jahre) gesucht. Dazu hingen einige Zettel aus und es wurde auch durchgesagt.

Es gab eine Lost & Found-Ecke im Sanitäterraum.

Am Freitagabend, nach Abschnittsende um 20.24 Uhr, war das Ausschwimmen im Wettkampfbecken noch möglich.

Vor Beginn des 3. Abschnittes am 11.11.2017 wurden drei Kampfrichter ausgezeichnet (25 Jahre Mitgliedschaft).

Der Beginn der „Närrischen Zeit“ am 11.11. um 11.11 Uhr ging spurlos am Wettkampf vorbei.

Die 800 m und 1500 m Freistil wurden in Einzelbahnbelegung geschwommen. Der jeweils erste Lauf der Männer und Frauen über 1500 m F wurde aber zu einem Lauf zusammengelegt. Alle Sportler schwammen Freistil als Kraul.

Wer hatte den größten … Banner. Dieses Mal war es der KSV Neptun, gefolgt vom Berliner TSC und der SG Neukölln.

Die Tribüne, die einseitig geöffnet war, war am Samstag und Sonntag sehr gut besetzt. Der Eintritt war kostenlos.

Die ältesten Teilnehmer war 2 Frauen aus dem Mastersbereich: Maike Grösch (Jg 1984) und Josephine Dunger (Jg 1987).

Bei der abschließenden Auszeichnung punktbeste Leistungen, die mit einer Prämie ausgezeichnet wurden, waren Alexander Kunert und Sonnele Öztürk leider nicht anwesend.

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