Post-Budapest WM-Report

Autor: Mirko Seifert

Budapest, Mitte September 2017, (ehemaliges) WM-Areal der 17. FINA WM im Schwimmen:

Die 17. WM der offenen Klasse und der Masters ist nun auch schon einige Wochen her. Für die „Elite“ ging sie vom 14. bis 30.7., die der Masters vom 8. bis 20.8.2017, um WM-Medaillen in Ungarns Hauptstadt. Was ist aus dem Aufbau und den Schwimmarenen danach geworden? Tino Henschel war in Budapest und sammelte einige Infos zusammen:

Duna-Arena
Die Parkplätze für die Medienvertreter sind alle eingeebnet wurden. Die Bus-Shuttlestation für Medienvertreter an der Duna-Arena wurde abgerissen, die Straße ebenfalls. An diesen Stellen werden wohl demnächst Wohnungen entstehen.

WM Arena im September 2017, Duna Arena, Eingangsbereich der Zuschauer.

WM Arena im September 2017, Duna Arena, Eingangsbereich der Zuschauer.

Das Außengerüst für die Zuschauer nebst blauen WM-Stoffbanner wird gerade abgebaut. Das Gerüst wird bis Oktober abgebaut. Danach kann die Tribüne nur noch durch die Halle betreten werden. Zur WM diente das Gerüst dazu, die Menschen der bis zu 12.900 Zuschauer fassenden Tribüne darüber zuzuführen. Der Eingang durch die Schwimmhalle war nur den Sportlern vorbehalten.
Die großen Zusatzlüftungen an der Arena werden nach und nach demontiert.

Eine WM-Eintrittskarte vom Juli 2017.

Eine WM-Eintrittskarte vom Juli 2017.

Alle Außenpools sind auf 25m umgebaut wurden. Davon gibt es zwei: das 50m Becken ist quergespannt, das 25m Becken, welches zur WM geschlossen war, ist jetzt wieder als Trainingsbecken im Einsatz. Eigentlich gehören sie zum Freibad, dass aber für die WM dem WM-Gelände zugeschlagen und in „FINA Market Street“ umbenannt. Hier sieht man auch, hinter einem Zaun, Katinka Hosszu trainieren. Natürlich fehlt ihr Mann und Manager nicht. Er passt immer auf sie auf.
Es ist unbekannt, wie die Schwimmhallen, die beiden 50m Becken in der Duna-Arena, zurzeit aussehen. Der Übergang vom Parkplatz TV-Broadcasting zum Eingang für die Zuschauer ist weg. Das Akkreditierungsbüro, die umgebaute Empfangshalle des Freibades, liegt verlassen, Bauzäune befinden sich davor.

WM Arena im September 2017, Außenbereich, der ehemalige Parkplatz.

WM Arena im September 2017, Außenbereich, der ehemalige Parkplatz.

Entlang der Donau gibt es noch Beschriftungen „Budapest july 14 – 30“, vor allem gegenüber der Margareteninsel. Die Infostände in blau auf der Margareteninsel sind alle weg.

Der „Hajos Komplex“ ist dagegen noch nicht geschlossen. Zwar ist die große Zusatztribüne inzwischen weg, dennoch findet noch die eine oder andere Veranstaltung zurzeit statt. Die große Zusatztribüne war vor allem für die Wasserballspiele errichtet wurden.

Das High-Diving Becken war schon während der Masters-WM noch als Gerüst zu sehen und ist mittlerweile komplett abgebaut wurden. An dieser Stelle sind jetzt einige Boote mit der WM Aufschrift zu sehen. Hier liegt ebenfalls das Verpflegungsboot der WM im Juli, welches damals am Steg bei der Duna-Arena Anker machte.

Budapest Sept. 2017, Verkäufer.

Budapest Sept. 2017, Verkäufer.

Auch in der Stadt sind noch einige der bekannten großen und kleinen blauen Plakate oder Aufkleber zu sehen. Sie klebten auf Taxen und Bussen, an Infoständen oder waren hier und da versteckt. Mit der Zeit werden auch sie verschwinden. So wird in einem Jahr nur noch der neue Hallenkomplex als Symbol für die WM 2017 existieren. Digital dagegen werden wohl die Webseiten und andere digitale Abdrücke wie Socialmedia-Seiten weiterleben.

WM Arena im September 2017, Außenbereich.

WM Arena im September 2017, Außenbereich.

Doch so erging es auch Berlin, Ausrichter der EM 2014 (Beckenschwimmen, Freiwasser (Grünau), Wasserspringen, Synchronschwimmen). Übriggeblieben sind noch die Webseite http://www.bln2014.de/ und die Eingangsschilder, die sich seit 2014 an der Eingangsseite der SSE befinden. Das temporäre Schwimmbecken im Velodrom oder sonstige Zeichen um den Europasportpark herum sind längst verblasst, vergilbt, abmontiert und in Vergessenheit geraten.

Budapest Sept. 2017, der High-Diving Bereich.

Budapest Sept. 2017, der High-Diving Bereich.

Wie geht es weiter mit den WM-Arenen?
Die Duna-Arena, die neue Schwimmarena, soll im Sommer 2018 für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Der Alfred’s Hajos Komplex, der nationale Schwimmkomplex Ungarn’s, wird über die Wintermonate schließen. Schließlich sind es Freibäder. In der nächsten Saison werden die extra für die WM renovierten Hallen, Toiletten und Umkleideräume wieder für die Öffentlichkeit und oder das Training genutzt werden.
2019 macht die Junioren-WM halt in Budapest, 2020 kommt die EM zurück an die Donau und 2024 wird die Kurzbahn-WM in Budapest stattfinden. Die Duna-Arena/Hajos-Komplex wird auch in Zukunft ein Mekka für die Wassersportarten sein.

WM Arena im September 2017, Außenbereich.

WM Arena im September 2017, Außenbereich.

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