Weltcup-Notizen 2017, Berlin, 6. – 7.8.

Autor: Mirko Seifert

Die Wassertemperaturen des Wettkampfbeckens:
Sonntag: + 27,2 Grad C.
Montag: + 26,8.

Weltcup Berlin 2017: Das Wettkampfbecken.

Weltcup Berlin 2017: Das Wettkampfbecken.

Das Einschwimmen endete jeweils um 9.45 Uhr vor den Vorläufen und 17.15 Uhr vor den Finals. In der Pause was das Wettkampfbecken gesperrt, weil u. a. kein Rettungsschwimmer am Becken war.

Die obere Schwimmhalle war immer zum Ein/Ausschwimmen geöffnet; die SSE war für die Öffentlichkeit geschlossen; bis 23.9. sind Betriebsferien. Da passt es aber nicht ins Konzept, dass am Montag die Wasserspringer Training, in der Weltcup-Pause, hatten (bis 14.30 Uhr).

Preise für Zuschauer: Meldeergebnis pro Abschnitt, Papier, 0,50 Euro; Programmheft 2,00 Euro; Veranstaltungsplakat 0,50 Euro.

Neuerungen
Streckenwahl: es wurden nicht mehr alle Strecken geschwommen; so fehlten z. B. die 800 m F der Männer und die 200 m B der Männer.
Parade of Champions: Einzelsiegerehrungen gab es nicht mehr. Stattdessen gab es zweimal einen Aufmarsch der Plätze 1, 2 und 3 auf der Wendebrücke. Erinnerte ein wenig an die Siegerehrungen Schwimm-Mehrkampf bei den DJM. Es war etwas unübersichtlich und wie ein TV-Gucker meinte, die offiziellen standen immer im Weg.
Vor-Qualifizierung: Bestimmte Sportler hatten die Möglichkeit, sich anhand ihrer Ergebnisse aus der Vergangenheit, z. B. Platz 1 von Rio 2017, gleich in das Finale setzen zu lassen. Das symbolisierte ein Dreieck hinter dem Namen im Finale. Cameron van der Burgh, Südafrika machte dies über 50 m B. Er nahm im Finale sein Handtuch zum Trocknen des Startblocks.
Der Sportler konnte aber auch darauf verzichten und sich ganz normal über die Vorläufe qualifizieren. Das taten ebenfalls einige Sportler, z. B. Katinka Hosszu.
Limitierung der Strecken: Jeder Sportler durfte nur für 4 Einzelstrecken pro Tag melden.

Weltcup Berlin 2017: Parade of Champions.

Weltcup Berlin 2017: Parade of Champions.

Der Sonntag
Das Meldeergebnis gab es erst wenige Stunden vor dem ersten Start am Sonntag.

Ein polnischer Schwimmer war am Sonntag um 8.18 Uhr auf Bahn 5 der erste im Wasser. (Info von Felix, danke)

Die Anzeigetafel hatte zu Beginn Pixelfehler, wurde um 8.20 Uhr behoben. (Info von Felix).

Es gab auf beiden Seiten Anschlagmatten. Auf der Wendeseite dienen sie nur der Verzierung, Zeiten werden damit nicht genommen.

Die Stühle der Kampfrichter waren mit dem Sponsor-Logo versehen. Die Stühle waren aber nicht aus der SSE.

Bei den Strecken, wo keine 5 m Fähnchen erforderlich waren, wurden diese abgenommen.

Es gab einen Fahrdienst für die Teams vom Hotel zum Flughafen mit Bussen. Keine musste die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen.

Gewohnheitsbedürftig die Vorstellung der Sportler bei den Vorläufen. Ja, die Sportler wurden vorgestellt, aber nachdem sie im Wasser waren. So hatte ich immer wieder die Angewohnheit zu denken, der nächste Lauf wird gerade vorgestellt. So wird es ja in Deutschland sonst stets gemacht.

Es gab kein Überkopfstart.

Das Einschwimmen war ab 16.00 Uhr im Wettkampfbecken erlaubt. Auch nach den Finals durfte dort geschwommen werden.

Es waren 5 Fotografen anwesend (Vorläufe) und 8 bei den Finals.

Disqualifikationen wurden mit Ursache durchgesagt (auf Deutsch und Englisch).

Es gab 3 Sprecher: 2 aus Deutschland (Svenja Haupt; Samuel Miegert), 1 englisch-sprachigen Muttersprachler (John Mason). Er übernahm auch die Moderation vor den Finals und führte die Interviews durch. Jeder Sieger des Finals kam zu einem kurzen Interview. Für die musikalische Unterhaltung war Peter Wuckel (Berlin) verantwortlich. Aber auch hier galt – die internationalen Titel wurden in einer Vorauswahl von der FINA vorgegeben. Zu erstaunt es nicht, dass einige Titel mit denen der WM in Budapest identisch waren. Für den lokalen Esprit sorgten deutschsprachige Titel, die Peter nach Belieben auswählen konnte.

Weltcup Berlin 2017: die 3 Sprecher.

Weltcup Berlin 2017: die 3 Sprecher.

Weltcup Berlin 2017: Soundmaster Peter.

Weltcup Berlin 2017: Soundmaster Peter.

Es gab wieder die Eimer auf der Startbrücke zum Nassmachen. Einige wenige konnte ich in die „Eimerkipper-Liste“ mit aufnehmen – davon zwei prominente Zugänge:
Ranomi Kromowidjojo, Niederlande, 50 S, Finale;
Sarah Sjoestroem, Schweden, 200 F, Finale.
Nicht bei jedem Start nahmen Ranomi und Sarah den Eimer.
Sarah, soweit ich mich erinnern kann, bei der WM 2017 in Budapest nicht ein einziges Mal.
Weitere „Kipper“:
Alia Atkinson, bei 200 B, Vorlauf (?);
Ilaria Cusinato, Italien, 400 L, Finale;
Valerie van Roon, 50 F, Finale, nur Oberkörper;

100 m F, Männer, Lauf 6: wegen einer technischen Panne wurde der Start noch einmal durchgeführt. Die ca. 3 Sportler, die ins Wasser sprangen, wurden nicht disqualifiziert.

Die Zuschauertribünen waren unterteilt:
Am Haupteingang nur für Zuschauer.
Auf der gegenüberliegenden Seite gab es einen Bereich für Sportler und einen für die Zuschauer.

Es wurden 6 TV Kameras eingesetzt. 4 fest installierte, 1 seitlich fahrbare am Wettkampfbecken, 1 mobile für die z. B. Sportlervorstellung. Alle Kameras wurden aber nur zu den Finals eingesetzt.

Die Zuschauertribüne war bei den Finals gut gefüllt.

50 m S, Männer, Lauf 2: 3 Sportler waren nicht am Start.

Gegen 12.30 Uhr fand ein Training für die Körbchenkinder unter Leitung von Fr. Beate Ludewig im Wettkampfbecken statt.

Die 1500 m Freistil (Männer) wurden nur als Entscheidung im Finalabschnitt geschwommen.
Alle Männer schwammen Kraul.

Im Finale im selbigen Lauf am Sonntagnachmittag verlor Ferry Weertman seine Badekappe. Nach dem Zielanschlag schwamm er einige Meter zurück, fand sie auf dem Beckenboden und tauchte nach ihr.

Weltcup Berlin 2017: Ferry Weertman sucht seine Badekappe.

Weltcup Berlin 2017: Ferry Weertman sucht seine Badekappe.

Den längsten Applaus erhielt kein Sieger, sondern ein Sportler aus Katar. Abdelrahman Mohamed über die 1500 m F. Er wurde die letzten 50 m und kurz nach dem Zielanschlag von den Zuschauern gefeiert. Er wurde mit Abstand letzter.

Bei den 1500 m F wurden die Wendetafeln von den Kampfrichtern gehalten; aber nicht mit einem Band ins Wasser, sondern an der Tafel selber an Wasseroberfläche. „Unterwasser Lap-Counter“ gab es nicht.

Zum ersten Mal sah ich in der SSE auf der Videotafel (diese wurde nur temporär aufgehangen) die „Dance Cam“. Hat aber nicht wirklich funktioniert mit den Zuschauern.

Bei der Staffel 4×50 m Mixed Lagen reichte die Zeit nicht, dass es immer alle Sportler aus dem Wasser schafften, bevor der nächste Schwimmer im Ziel ankam.

Weltcup Berlin 2017: Traffic bei den Staffeln.

Weltcup Berlin 2017: Traffic bei den Staffeln.

Auf dem „Parkplatz“ oberhalb der SSE am S-Bahn standen auch Autos.

Nach den Finals gab es noch Autogramme im Foyer der SSE von Alia Atkinson (Jamaica) und Chad le Clos (Südafrika).

Der Montag

Es gab am Montag, aber nicht gestern, einen Kreischer am Beckenrand. Es war nicht einfach herauszubekommen – aber am Ende war es der Trainer und Mann von Katinka Hosszu – Shane Tusup.
Beide waren besonders stolz auf den symbolischen Scheck i H v 10.000 US-Dollar für den Weltrekord über 100 m L. Sie nahmen dieses übergroße Schild mit ins Hotel.

Das Wetter in Berlin: Sonntag sonnig, + 24 Grad C., Montag, ca. + 26, sonnig.

Letzte beim Einschwimmen vor den Vorläufen war Mireia Belmonte.

Die einzige Sportlerin, die bei der WM 2017 teilnahm und nicht in Berlin startete, war Lisa Graf. Sie war verletzt.
Von dem Junioren-WM Team war nur Katharina Arlt nicht am Start.

Es gab keine Verkaufsstände im Foyer der SSE.

Seit ca. 2 Wochen hing das Veranstaltungsplakat auf dem „Parkplatz“ der SSE, stadtauswärts.

Weltcup Berlin 2017: Plakat auf dem "Parkplatz" der SSE.

Weltcup Berlin 2017: Plakat auf dem „Parkplatz“ der SSE.

Damit auch alles dunkel in der Halle war, wurden nicht nur die Rollläden heruntergelassen, sondern auch die Fenster, die keine Rollläden hatten, mit Tüchern abgehangen.

Es wurde Musik zwischen den Läufen, aber nicht während der Läufe gespielt.

Es gab keine Urkunden (weder auf Papier noch als PDF).

Eurosport übertrug im „Free-TV“ ab 17.30 Uhr live.

Der rbb war auch mit einer mobilen Kamera dabei.

Die Zuschauertribüne war nicht voll. Das Finale war nicht ausverkauft.

Das gedruckte Meldeergebnis für 400 m F der Frauen, Finale, war falsch. Auf Bahn 8 stand Celine Rieder, es startete aber Isabel Gose.

400 m L, Männer, Finale: Jonathan Gomez, Kolumbien, schüttelte beim Einmarsch dem Kampfrichter auf seiner Bahn 8 die Hand.

Weltcup Berlin 2017: Das Wettkampfbecken.

Weltcup Berlin 2017: Das Wettkampfbecken.

Auf der Tribüne vertrieb sich eine Frau die Zeit während der Finals mit Stricken.

Stefan Hansen betreute Franziska Hentke während des Weltcups. Bernd Berkhahn, ihr Magdeburger Trainer, war nicht anwesend.
Dazu passt, dass Franziska und Mireia Belmonte nicht nur bei der WM in Budapest nebeneinander die 200 m Schmetterling schwammen, sondern auch ihre „Unterkünfte“ während des Weltcups in Berlin in der SSE nebeneinander hatten. Der Abstand betrug hier aber mehr als die 2,50 m Bahnbreite.

Das Kampfgericht hatte nur einen Berliner Kampfrichter mit dabei.

Die Pressetribüne wurde zu Montag nicht gesäubert.

Der Sprungturm soll nun nicht abgerissen, sondern lediglich gründlich repariert werden.
Die neue Videotafel soll nun doch erst bis zu den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im Dezember 2017 fertig sein. Das Zeitfenster bis 23.9.2017 ist zu klein.

Das Preisgeld wurde überwiesen. Habe aber auch Sportler mit Geldumschlägen gesehen.

In der Abschnittspause wurde das Licht über dem Sprungbecken angemacht. Dort hatten zunächst die Körbchenkinder ihren Spaß. Sie sprangen vom Turm. Es folgten die Wasserspringer mit Training. Schluss war 14.30 Uhr.

Das Kinder-TV war auch wieder da.

270 Blaubeermuffins wurden zum Essen geliefert. Das Catering kam von andel’s Hotel.

Das Junioren-WM Team fliegt am 8.8.2017 in die USA.

Das Ausschwimmen nach den Finals war im Wettkampfbecken als auch im Wasserspringerbecken möglich.

Nach den Finals gab es noch Autogramme im Foyer der SSE von Emily Seebohm und Mitchell Larkin.

Links:
Bilder Sonntag
Vorläufe: http://mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2174
Finals: http://mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2175

Bilder Montag: am Mittwoch

Weltcup Berlin 2017: Das Bild bedarf keiner weiteren Kommentierung.

Weltcup Berlin 2017: Das Bild bedarf keiner weiteren Kommentierung.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter (Rand)Notizen, News abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.