(Rand)Notizen WM Budapest 2017 – 30.7.

Autor: Mirko Seifert

Budapest
Die Wettkampftemperatur im Wettkampfbecken: + 26,7 Grad C.

Das Budapest Wetter: früh + 14, leicht bewölkt, sonnig, tagsüber + 32, sonnig, kein Regen, trocken.

Vorläufe (Becken)
Um 8:37 Uhr war Einlas für die Zuschauer auf die Tribüne.

Es wurde und wird keine Musik während der Zeit gespielt, wo sich die Sportler bei ihren Läufen im Wasser befinden. Musik wird aber sehr wohl bis zum Teil nach den ersten drei kurzen Pfiffen gespielt.

Fotografen auf der Haupttribüne: mind. 40.

Die Kampfrichter haben am Vormittag ein weißes Shirt und eine graue Hose an. Bei den Finals geht es formeller zu: Hose und ein Jacket.
Die Kampfrichter auf den beiden Startbrücken haben keine Stoppuhren dabei, keine Meldeergebnis, keine Pfeifen.

Die Zuschauertribüne war nicht ausverkauft.

Schwimmer Azzam, L1, Bahn 0, 400 Lagen (Männer), wurde nach 280 m überrundet.

Auch von Jacob Heidtmann wissen wir jetzt die zwei weiteren Vornamen: Oskar Julius. Das führt übrigens dazu, dass auf der Anzeigetafel nur Heidtmann J. steht. Der Grund: da kein Platz für die 3 Vornamen ist wurde gekürzt. Schade, würde doch Jacob allein ausreichen. In Deutschland klappt’s doch auch.

Auch die Kameramänner sind Menschen: Selfies während der Übertragung gehören dazu. Frauen hinter der Kamera sah ich nicht.

Es gibt folgendes Westensystem für Fotografen:
Schwarz: TV (hb = host broadcaster);
hellblau: photo (normal, man kommt nicht überall hin damit);
dunkelblau: pool photo, man darf sich fast frei am Becken bewegen;
grün, official photo (ohne gelbe Plakette): wie pool photo, haben noch weitere Privilegien;
grün, official photo (mit gelber Plakette): wie pool photo, haben noch weitere Privilegien;

Wenn ein Rekord geschwommen wurde dann gab es keine bestimmte Musik, die im Anschluss gespielt wurde.

4×100 Lagen Männer, Lauf 1: obwohl nur 3 Bahnen geschwommen wurde, hingen alle 9 Rückenstarthilfen im Wasser. Außer auf den geschwommenen Bahnen 3, 4, und 5 blieben die anderen RSH bis zum Lauf 2 im Wasser.

Zum ersten Mal habe ich „Deutschland-Rufe“ gehört: vor Lauf 2, 4×100 L, Männer, Deutschland schwamm auf Bahn 6.

Die Vorläufe endeten 10:47 Uhr. Es war der kürzeste Vorlaufabschnitt dieser WM. Im Finalabschnitt heute ab 17.30 Uhr stehen ausschließlich Finals (8) auf dem Programm.

Die Photographers area ist wie folgt ausgestattet:
– Kaffeevollautomat;
– Kaffeeautomat für Pads;
– Bananen; Äpfel
– trockenes Gebäck;
– stilles Wasser.
Am Tag 1 (23.7.) war das mit dem Kaffeevollautomat und dem Nachfüllen ein wenig problematisch; ab Tag 2 gab es keine Probleme mehr.

Die Toiletten für Männer in der Duna-Arena befinden sich doch in der 1. Etage, der Zugang ist aber auf der abgewandten Seite des Schwimmbeckens.

Preislisten

Duna-Arena, Verpflegung für Zuschauer auf der 1. Etage der Zuschauertribüne
Hot Dog 700 forint
Bretzel 500
Smarties, Kit Kat o. ä. 250
1 Apfel oder 1 Banane 200 oder 300
Prime Chips 300
Kaugummi 250
0,5 l Wasser 350
0,5 l Coca Cola 450

Stand: 31.7.2017: 304,67 Forint = 1 Euro; 100 Forint = 0,33 Euro

High Diving (HD)
Das HD findet an der Donau statt. Weil die Donau zu dreckig ist baute man eine eigene Anlage auf das Wasser. Alle Journalisten (aber auch die Sportler und Trainer) können mit den Booten von der Duna-Arena direkt dorthin fahren. Kostenlos, dauert ca. 20 Min. Die Boote fahren alle 15 min. In den Booten sieht man auch Schwimmer und Trainer. Heute war Chad le Clos Vater mit dabei und Cameron van der Burgh genehmigte sich am Mittag ein Bierchen auf dem Boot.
Schon am Morgen fiel eines auf: es waren sehr viele Hubschrauber unterwegs. Dann immer noch gegen 11.30 Uhr, immer sah man 3 Hubschrauber an der Donau entlangfliegen. Wie sich herausstellte, waren es keine Polizei- sonder Formel 1 Hubschrauber. Sie transportierten wahrscheinlich die VIPs zum Hungaroring. Der Landesplatz der Hubschrauber war dann auch in der unmittelbaren Gegend der Duna-Arena, gegenüber der Margaretheninsel. Eine eher unscheinbare Fläche am Festland war der „Heliport“.
Zurück zum HD: Es gab 2 Zuschauertribünen, eine an Land, eine auf dem Wasser. Boote, große wie kleine, wurden, auch wenn sie nur langsam fuhren, sofort von der Wasserpolizei bedrängt weiterzufahren. Eine Minidrohne war im Einsatz. Es waren ca. 20 Fotografen vor Ort. Taucher sicherten die Springer im Wasser ab. Sie machten stets vor jedem Sprung Bewegungen mit ihren Armen, um die Wasserfläche ein wenig aufzurauen.

Finals
Vor den Finals wurde auf Bahn 8 auf der Hauptstartbrücke ein neues Omega-Logo aufgeklebt.

Um 16:50 Uhr waren nur 18 Sportler im Wettkampfbecken einschwimmen. Es endete um 17:15 Uhr.

Vor Beginn der Finals war wieder die Air Guitar Cam angesagt. Schade nur, dass immer nur der selbe Song gespielt wurde. Es gibt so viele andere sehr gute Gitarrensoli.

Bei einigen Titeln war die Soundanlage dahin überfordert, dass die Musik übersteuert zu hören war.

Die Halle war ausverkauft.

Auch Kampfrichterinnen konnten Röcke tragen – oder Hosen, wie sie eben wollten. Alle hatten schwarze Schuhe an. Die Schwimmrichter trugen Hemd mit Schlips.

Bei einer Siegerehrung war ein Presenter der Chef vom Gewichtheberverband da.

Über 1500 m Freistil der Männer schwammen alle Sportler Kraul.

Um 22.30 Uhr gab es die Abschluss Party nur für Sportler auf der Margaretheninsel.

Es ist unklar, ob die Tageszeitung der WM auch morgen (31.7.) erscheint. Ich habe keinen Zuschauer in den letzten Tagen mit der Zeitung gesehen.

Die Abschlussparty der FINA fand um 22.00 Uhr in der Innenstadt statt. Hier wurde auch die WM FINA Flagge an den nächsten Austragungsort (Korea) übergeben.

Besonders bei Katinka Hosszu sind nicht nur die Zuschauer, sondern auch viele Fotografen ausgeflippt. Egal was Katinka tat, alle wollten alles aufnehmen. Da wurde schon mal gerannt, geschubst etc. wenn es um die „beste“ Fotoposition ging.

Die Staffelsieger 4×100 m Lagen der Männer und Frauen der USA erschienen zwar zur offiziellen Siegerehrung, aber nicht zur Runde vor den Fotografen auf der unteren Tribüne. Der Grund wurde erst Minuten später klar: sie wurden als bestes Team geehrt, dazu mussten sie sich woanders treffen. Dafür ließen sie sich anschließend noch einmal so viel Zeit (vor den Fotografen), dass sie vom Fotomanager weggeschickt wurden. Schade, war doch die Veranstaltung zu Ende.

Als beste Schwimmerin wurde Sarah Sjoestroem, als bester männlicher Schwimmer Caeleb Dressel ausgezeichnet. Das erfolgte nach der letzten Siegerehrung 4×100 m Lagen der Männer. Sarah kam dann allein zu den Fotografen und war sehr gut aufgelegt und hatte viel Zeit mitgebracht. Doof nur, dass gerade in diesem Augenblick das extra Lichte über der Fotografentribüne nicht an war.

Die WM endete um 20.13 Uhr.

Im Hotel bei uns gab es in der letzten Nacht eine Hochzeit. Die Party ging bis früh, genau in der Etage unter uns.

Nach dem offiziellen Ende wurde die Technik abgebaut.

Gegen 23.00 Uhr war das Geländer soweit geschlossen. Drinnen wurde noch gearbeitet, draußen saßen noch einige Wachen. Die Polizei und das Militär waren nicht mehr anwesend.

In 2 oder 3 Tagen erscheinen noch die restlichen (Rand)Notizen von den Finals, die bisher fehlten. Es gibt noch einige Tabellen mit u. a. Preisen von Merchandising Artikeln und die Gesichter der Sprecher und des weiblichen Deejays der Veranstaltung.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter (Rand)Notizen, News, WM abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.