(Rand)Notizen WM Budapest 2017 – 25.7.

Autor: Mirko Seifert

Budapest
Als erstes möchte ich mich für den Text vom 23.7. entschuldigen – man sollte sich das geschriebene unbedingt noch einmal durchlesen! Dabei geht es nicht um den Inhalt sondern wie dieser abgebildet wurde.

Die Wassertemperatur des Wettkampfbeckens: + 26,1 Grad C.

Nikon I: Nikon feiert 100 jähriges Bestehen. Am 25.7.1917 gegründet ist es heute genau 100 Jahre alt geworden; dazu gab es eine Torte für die Fotografen. Nikon ist Sponsor der WM und stellt Equipment Nikon-Fotografen kostenlos zur Verfügung.

Nikon II: ein Zettel machte am Morgen die Runde, jemand vermisste einen Konverter TC 14, entweder falsch eingesteckt oder geklaut.

Einschwimmende war wieder 9.15 Uhr. Vor den Finals dann 17.15 Uhr. Die Schwimmer verlassen auch sehr zügig das Becken.

Nach der Panne bei der Rückenstarthilfe gestern heute die nächste: die Außenleine auf Bahn 0 ging nach Lauf 2 über 50m Brust der Männer ab. Die Sportler mussten kurz warten.
Anders als in der SSE ist auf der Außenbahn jeweils außen noch eine normale Leine gespannt. Die Außenbahn ist demnach insgesamt etwas breiter, mit der Leine aber 2,50m in der Breite.

Budapest, 25. Juli 2017. Eine Leine musste während den Vorläufen repariert werden.

Budapest, 25. Juli 2017. Eine Leine musste während den Vorläufen repariert werden.

Sportlertribüne am Schwimmbecken: Zum ersten Mal gab es Sitzplätze für die deutschen Sportler am Beckenrand. Es gibt eine ca. 2 tägige Rotation. Gibt es bei der Junioren-EM auch.
Das German-Team bestand aus Trainern und Funktionären. Aliena Schmidtke war die einzige Sportlerin, die bei den 800m Freistil (Männer) mit dabei saß.

Mehr als 45 Fotografen waren auf der Hauptfotografentribüne. 8 Fotografen standen frontal auf der Wendebrücke, als Laszlo Cseh die 200m Schmetterling schwamm. Das war dann auch das Maximum. Die meisten Fotografen stürzen sich auf ungarische Sportler, wobei Katinka Hosszu und Laszlo Cseh davon die Spitze bilden.

Zu Beginn war die Tribüne spärlich, später dann doch ganz gut besetzt. Und laut war es auch wieder, wenn ein Ungar im Becken schwamm.

Auch 2 deutsche Kampfrichter waren im Vormittagsabschnitt beteiligt (als Schwimmrichter und als Wenderichterobmann).

Es werden so gut wie keine Walki-Talkies von der Security und den Volunteers benutzt. Vielleicht liegt es daran, dass Funkverbindungen wegen dem TV nicht gern gesehen sind und sich störend auswirken könnten.

Bei den 50m Strecken dürfen keine Fotografen auf der Hauptstartbrücke frontal zum Becken stehen.

Budapest, 23. Juli 2017. Entwürdigend ist es zum Teil schon, wenn Frauen und Männer über die Seite, über die Leine, ohne Hilfe, heraussteigen müssen.

Budapest, 23. Juli 2017. Entwürdigend ist es zum Teil schon, wenn Frauen und Männer über die Seite, über die Leine, ohne Hilfe, heraussteigen müssen.

Der Weg der Sportler nach dem Zielanschlag ist strikt vorgegeben. Aus dem Wasser, dann, abhängig welche Seite beim Rausklettern gewählt wurde, auf der Startbrücke entlang Richtung Mixed Zone. Schon am Schwimmbecken stehen mind. 8 TV Teams, wo Interviews gegeben werden können. Dann geht es in den abgesperrten Bereich der Halle, alles noch Mixed Zone, hier stehen dann auch irgendwo die Sachen in den Körben. Die Zahlungsbereitschaft entscheidet darüber, wer wo stehen darf: „Haste das meiste gezahlt, kannst auch ganz vorne stehen.“
Unterschieden werden beim TV „Rights holder“ und „non-rights holder“. Die einen haben also Geld etc. bezahlt und haben Vorrang; die anderen, die non-rights holder, stehen in der „Nahrungskette“ weiter unten.

Wortspiel: „please clear the pool“ oder „please leave the pool“? „clear“ ist die richtige Bezeichnung. Wird auch hier, von Muttersprachlern, benutzt. Und beim Fliegen/Flughafen wird „clear“ auch als Fachjargon richtigerweise benutzt (z. B. clear to land).

Budapest war heute kühler als in den letzen Tagen. Innen und außen: die Außentemperatur + 17 Grad C.; in der Duna-Arena war die Lüftung erheblich ungenehmer als gestern. Nicht umsonst war die heutige Wassertemperatur + 26,1 Grad C. und lag damit 0,6 Grad unter der vom Sonntag.

Das Schwimmbecken hat eine Überlaufrinne. Wenn im Final die größte Stille herrscht dann konnte ich das abfließende Wasser kaum hören. Ich habe in der Pause noch mal einen „Hörtest“ gemacht. Ist die SSE lauter im „Wasserlassen“ als die Duna-Arena? Das Abfließen des Wassers war zu hören, auch als Musik in der Pause lief. Vielleicht ist aber die Größe der Halle und die damit verbundene Konstruktion dafür verantwortlich, dass es in Budapest etwas gedämpfter klingt.

800m Freistil der Männer, Lauf 2, Bahn 2 und 3: ein Mexikaner und ein Sportler aus El Salvador gaben sich vor dem Start die Hände.
Auf den letzten beiden Bahnen der langen Strecken (ab 800m) wird eine Glocke vom Kampfrichter geläutet. Alle Sportler schwammen die 800m Freistil in Kraul.

Den Vorlaufabschnitt wurde von einem Swim-Off (Ausschwimmen) beendet: es waren 3 Sportler zeitgleich für die Semis über 50m Brust.

In der „casa arena“, einem extra Außenbereich auf Level/Etage 1, Zutritt nur mit Armband, wurden heute, wie jeden Tag, einige Interviews geführt. Anwesend waren Sarah Sjoestroem, Ranomi Kromowidjojo und Bronte Campbell.

Aber auch eine Jahrgangsmeisterin war vor Ort und suchten händeringend Karten für das heutige Finale: Elena Backhaus und Familie aus Magdeburg.

Das „Geheimnis“ der verschwundenen Leinen nach Wettkampfende ist gelöst – habe die FINA gefragt. Alle Leinen werden jeden Tag entfernt, damit das Becken sauber gemacht werden kann.

Um 15.00 Uhr fand eine Pressekonferenz (PK) mit den Independent Athletes Yusra Mardini und Rami Anis statt. Rami konnte nicht erscheinen. Ebenfalls mit dabei waren die Betreuer des Teams: Sven Spannekrebs (Team Leader) und Ariel Rodriguez (Trainer für beide bei dieser WM und Trainer von Yusra seit Sept. 2016), beide Wfr. Spandau 04. Es waren ca. 50 Presseleute mit dabei. Es war übrigens Yusras zweite WM; ihre erste war die Kurzbahn-WM in der Türkei. Es war die erste PK für Ariel.

Finals
Die Lichtregie war heute etwas anders als gestern (gemeint sind die Spots und deren Abmischungen).

Es waren mind. 65 Fotografen auf der Haupttribüne.

Heute morgen, so wurde mir berichtet, gegen 06.00 Uhr, soll es sehr kalt (gefühlte + 16) in der Halle gewesen sein. Das erklärt die Kälte auch noch bei den Vorläufen. Während der Finals war es wieder angenehm. Vielleicht hatte sich auch deshalb das Wasser abgekühlt.

Auf der Sportlertribüne saßen als Sportler von Deutschland Poul Zellmann, Jacob Heidtmann, Celine Rieder und Marek Ulrich die ganze Zeit mit in der Halle.

Während der letzten beiden Siegerehrungen des Tages, am Ende der Schwimmwettbewerbe, war die Sportlertribüne am Beckenrand komplett leer.

Sportfotograf des Tages war ein Mann aus Budapest. Eine Übereinkunft zwischen Ausrichter und FINA besagt, dass ein sog. „Daily Pass“ für Fotografen/Media vergeben werden kann. Ein Tagespass, aber nur für Leute aus Budapest.
Das Besondere aber an ihm war seine Technik: er hatte zwei Kameras, und wirklich nur diese, mit dabei, die noch mit dem analogen Film betrieben wurde. Eine Kamera hatte einen Film für 12, die andere für 36 Bilder. Ein Stativ hatte er auch mit. Es war seine erste Sportveranstaltung. Er meinte, er mag Fotoapparate, die in seine Hosentasche passen.

Budapest, 25. Juli 2017. Ein Fotograf nimmt seine Bilder mit dem klassischen Film auf.

Vladimir Salnikov und Egerszegi Krisztina waren beide gleichzeitig bei einer Siegerehrung als Presenter dabei.

Es war wieder voll, aber nicht so wie gestern. Ganz vereinzelt sah ich leere Stühle.

Es wurden wieder Weltrekorde geschwommen. Was ich nicht verstehe. Bei z. B. 100m Brust der Frauen gab es dafür nach deren Siegerehrung noch eine kurze Zeremonie und eine WM-Weltrekord-Trophy; doch Adam Peaty bekam nichts. Vielleicht hängt es auch mit der Siegerehrung zusammen. Solle Adam Peaty morgen über die 50m Brust einen Platz unter den ersten dreien erschwimmen bekommte er dann vielleicht auch diese WM-Weltrekord-Trophy. Bin gespannt, ob er mind. 2 davon bekommt (50m Brust WR im Vorlauf und im Halbfinale).
Sarah Sjoestroem erhielt aber für ihre WR über die 100m Freistil (als Startschwimmerin in der 4x100m Freistilstaffel am Sonntag) aber keine WM-Weltrekord-Trophy überreicht.

Budapest, 25. Juli 2017. Bei Adam Peaty rutschte es heute besonders gut. Jeweils über 50m Brust Weltrekord im Vorlauf (Bild) und Halbfinale.

Budapest, 25. Juli 2017. Bei Adam Peaty rutschte es heute besonders gut. Jeweils über 50m Brust Weltrekord im Vorlauf (Bild) und Halbfinale.

Russische Sportler, z. B. Daria K. Ustinova, schwimmen mit Halskette und einem nicht zu übersehenden Kreuz daran.

Katie Ledecki kam wegen ihrem 200m Freistil Halbfinale zwar zur offiziellen Siegerehrung (für die 1500m Freistil), sie fehlte aber wieder beim Rundgang vor den Fotografen am Beckenrand. Das war schon bei den 400m Freistil am Sonntag der Fall.

Ich habe gestern von dem EYOF auch Bilder gemacht. Diese gibt es ab nächster Woche regulär auf meiner Werbseite http://www.mirkoseifert.de zu sehen.
Auch habe ich viel mehr Aufnahmen als die hier gezeigten Bilder gemacht. Doch es fehlt mir einfach die Zeit, auch noch diese rauszusuchen. So muss eine kleine Auswahl reichen. Reguläre Bilder der WM dann nach meiner Rückkehr nach Deutschland (vor allem mit allen Deutschen Vertretern).

 

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