ISM 2017, 3. bis 5.3., Berlin

Autor: Mirko Seifert

Die Wassertemperaturen:
Freitag, Wettkampfbecken: + 26,7 Grad C.;
Samstag, Wettkampfbecken: + 26,8 Grad C.;
Sonntag, Wettkampfbecken: + 26,7 Grad C., Wärmebecken + 29,3; Sprungbecken + 30,3.;

Der Eintritt für die Zuschauer kostete 8,00 Euro pro Tag oder für alle Abschnitte 20 Euro. Das waren die gleichen Preise wie auch 2016.
Die Tribünen, die beidseitig geöffnet waren, waren sehr gut besucht. Die Tribüne gegenüber der Eingangsseite war für die Sportler vorbehalten.

Zum Ein/Ausschwimmen stand während des Wettkampfes das Sprungbecken und das obere Schwimmbecken zur Verfügung. Die Öffentlichkeit hatte vom 3. bis 5.3.2017 keinen Zugang zur SSE.

Am Freitag gab es 2, am Wochenende 3 Sprecher. An allen Tagen gab es einen DJ nur für die Musik. Musik wurde auch bei den Läufen gespielt.

Es wurden keine deutschen Rekorde (Jahrgangs/Offene Wertung) geschwommen. Dafür zwei Jahrgangsrekorde für Großbritannien. Aufgestellt von Sophie Yendell (Jg 2002; City of Derby) im Vorlauf über die 50 S in 27,41 Sek., verbessert im Finale auf 27,25 Sek.

Es wurde mit einem Vorstart, auf beiden Seiten, gearbeitet.

Vom Berliner TSC sind für das DSV Nachwuchsteam folgende Sportler mit dabei: Emily Roloff, Bruno Eggert, Lara Weidauer.

Es gab schnellere und langsamere Vorläufe. Zuerst gab es die schnelleren von allen Strecken, dann die langsameren, von denen es erheblich mehr gab. Das führte u. a. dazu, dass einige Sportler kurz hintereinander an den Start mussten.

Es gab auf beiden Seiten des Schwimmbeckens Eimer für die Sportler, damit sie sich für den Start „naß“ machen konnten.

Es wurde mit der Rückenstarthilfe gearbeitet. Hin und wieder sah man verhedderte Rückenstarthilfen. Einige nahmen die Rückenstarthilfe nicht zu Hilfe. So z. B. über 100m Rücken, Männer, Lauf 6. Dort hatte nur 1 Sportler (von 10) die Rückenstarthilfe als Hilfe.

Sah aus wie ein Tape, war aber ein Tattoo.

Sah aus wie ein Tape, war aber ein Tattoo.

Leonie Kullmann musste am Freitag zur Dopingkontrolle. Es gab jede Menge Kontrolleure. Diese begleiteten die Sportler ab Verlassen des Schwimmbeckens auf Schritt und Tritt bis zur Abgabe der Urinprobe.

Gerd Eßer, ehemaliger Stützpunkttrainer am Sportforum Berlin, hatte am Freitag Geburtstag.

Auf beiden Seiten der Startbrücken gab es neue blaue Matten, wo z. B. der Sponsor drauf stand. Die Matte auf der Anzeigenseite wurde aber schon vor Beginn des 1. Abschnittes weggenommen. Auf der Hauptstartbrücke sah ich hin und wieder Sportler, die hinfielen. Der Grund: mit nassen Füßen war es z. T. rutschig auf der blauen Matte.

Einen regulären Moderator gab es nicht. Dafür gab es am Samstag ein kurzes Siegerinterview, durchgeführt vom Sprecher Jonas Simon.

Die Nationalhymne wurde bei den Finals über die 100m Strecken als auch für Platz 1 Offene Wertung über die 50m Strecken gespielt.

Zu den Finals über die 50m Strecken wurde das Deckenlicht abgeschaltet und die Unterwasserscheinwerfer eingeschaltet. Die gesamte Notbeleuchtung blieb aber an. So war es leider nicht so dunkel wie z. B. im letzten Jahr.

Am Samstag gab es eine Showeinlage vor den 50m Finals. 2 Artisten, Maria und Stefan, zeigten athletische Kunststücke an 2 von der Decke hängenden blauen Tüchern.

Helena Hornig hatte am Samstag Geburtstag.

Den lautesten Fanblock stellten mit Abstand die Griechen.

Es wurden keine Staffeln geschwommen. Auch die 800m Freistil der Frauen und die 1500m Freistil der Männer gab es, anders als in 2016, dieses Jahr nicht.

Am 4.3. gab es eine ISM Spendengala.

Am 5.3. gab es um 11.00 Uhr eine Autogrammstunde mit Jenny Mensing.

Am Freitag gab es 4, am Samstag 3 und am Sonntag 3 Fotografen.

Wie bereits in 2016 gab es auch dieses Jahr keine Papierurkunden. Diese konnte man sich auf der Homepage als PDF sichern und selber ausdrucken.

Das Wettkampfbecken war am Samstag und Sontag zwischen den Abschnitten (Vorläufe/Finals) gesperrt. Am Samstag interessierte das aber 2 Sportler nicht, sie zogen trotzdem ihre Bahnen.

Es schwamm auch mindestens ein Sportler der IPC mit (Lewis White, City of Derby).

Für Tobias Horn (Leipzig) war dieser Wettkampf der Qualiwettkampf für die Polizei-EM im August in Hannover.

Die Dresdner Morgenpost (Mopo) berichtete am 6. und 7.3. über das ISM. Mit Bildern von mir, Mirko Seifert.

Dresdner Mopo mit Bild von L. Kullmann/Fotograf: Mirko Seifert.

Dresdner Mopo mit Bild von L. Kullmann/Fotograf: Mirko Seifert.

Eine Sportlerin trudelte in 1:15,97 Min. über 100 F ins Ziel, ihre Meldezeit war 00:59,00 Min. Sie schwamm aber Kraul.
Ein Sportler, Andre Grindheim, schwamm die 100 F nicht in Kraul, sondern in Rücken. Seine Zeit 1:07,63 Min.

Ein Tattoo sorgte kurzzeitig für Verwirrung. Bei einem Sportler sah es so aus, als ob er ein Tape um sein Handgelenk gewickelt hatte. Tapes sind beim Wettkampf beim Schwimmen verboten. Wie sich herausstellte handelte es sich um ein Tattoo.

Ein Veranstaltungs-T-Shirt kostete 17,00 Euro.

Ein Mittagessen kostete 8,00 Euro. Dabei konnten die Sportler pro Tag zwischen drei Mittagsgerichten wählen; zum Abendbrot gab ein Kalt/Warmbüffet.

Eine Auslosung entschied über die Teilnahme am Finale. Das ISM sieht vor, sollte sich durch Zeitgleichheit mehr als 10 Aktive für das Finale qualifizieren, die Auslosung über die Finalteilnahme entscheidet. Ausgeschwommen (auch Stechen oder Swim-off) gibt es hier nicht.

Für Stefan Hansen (Dänemark) war es der erste Wettkampf als Stützpunkttrainer am Bundesstützpunkt Schwimmen. Er trat den Job am 1.3.2017 an.

Änderung der „Absprungzone“
Am Freitag gegen 17.37 Uhr versagte die Startbrücke auf der Seite der Anzeigetafel. Der Start für die 50 S konnte von dieser Seite nicht ausgeführt werden. Es kam die Ansage, dass nun Handzeit genommen wird. Das war aber nicht richtig. Durch den Wechsel der Startseite von „unter der Anzeigetafel“ auf „Hauptstartbrücke“ konnte auch weiterhin die elektronische Zeitmessung erfolgen. Das Kampfgericht musste sich aber auch anders Positionieren, die Zeitnehmer z. B. mussten die Seiten wechseln. Die Verzögerung dauerte ca. 15 min.
Am Samstag und Sonntag wurden die 50m Strecken wieder von der üblichen Startbrücke (Anzeigetafel) gestartet.
Es ist selten, dass der Zielbereich unter der Anzeigetafel ist. Letztmalig im Schwimmen war das zur EM 2002 in dieser Halle der Fall.
Aber auch zur Rettungsschwimmen-WM im Jahr 2008 war es für einige Wettkämpfe die Seite der Anzeigetafel, wo der Zieleinlauf erfolgte.
Nicht zu vergessen ist der Doppelwettkampf DMS vor einigen Jahren, wo 2 Wettkämpfe zeitgleich hier stattfanden, geschehen am 6.12.2009, DMS Landesliga Berlin und 2. Bundesliga Nord Aufstiegskampf. Da war für einen Wettkampf ebenfalls die Anzeigeseite die Seite für den Zieleinlauf. Der Wettkampf wurde auf 10x (2x25m) Bahnen geschwommen.

Pressemitteilung des ISM vom 8.3.2017:
„Das International Swim Meeting wurde in diesem Jahr erstmals durch den Berliner Senat gefördert, womit den Veranstaltern unter anderem die gesamte Schwimm- und Sprunghalle drei Tage lang zur Verfügung stand. Dadurch erhielten zum einen die Teilnehmer bestmögliche Bedingungen. Zum anderen ist das ISM aber auch eine lohnende Investition für den Sportstandort Berlin: Allein die Übernachtungen der etwa 2.500 Gäste, die für das Event in die Bundeshauptstadt gereist sind, dürften Umsatzsteuereinnahmen im mittleren fünfstelligen Bereich in die Berliner Stadtkasse gespült haben.“

Bilder:
Bilder vom ISM gibt es bei mir seit 2007. Hier eine Auswahl aus dem Jahr 2016:
Abschnitt 1 http://mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2082
Abschnitt 2 http://mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2083
Abschnitt 4 http://mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2085

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