Jugend trainiert für Olympia/Paralympics 2016, 20. – 21.9.

Autor: Mirko Seifert

Am Ende, nach den Staffeln 8×50 F, wurde es noch einmal spannend. Aber nicht wegen den Zeiten, sondern wegen den Disqualifikationen. Stress pur für alle Beteiligten – aber der Reihe nach.

Berlin, 20. September 2016: Abschnitt 1 des 91. Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics am 20. und 21.9.2016 in Berlin. Lisa Graf (li) Christian Holzmacher.

Berlin, 20. September 2016: Abschnitt 1 des 91. Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics am 20. und 21.9.2016 in Berlin. Lisa Graf (li) Christian Holzmacher.

Lisa Graf wurde zu Beginn der Veranstaltung interviewt. Sie war bei Rio 2016 mit dabei.

Es wurde ein deutscher Rekord geschwommen: Tom Meixelsberger, Jg 2001, Startklasse SB8, Berlin, schwamm über 50m Brust einen neue Bestmarke für die Offene Klasse SB8 auf der Kurzbahn. Die neue Bestzeit lautet 35,41 Sek., die alte 37,20 Sek.

Tobias Zajusch (Berlin) stand auch am Beckenrand. Selbst erfolgreicher (Nachwuchs)Schwimmer, beendete er seine sportliche Laufbahn im Sommer 2015. Jetzt trainiert er fast täglich die Sportler der 3. Klasse der Carl-von-Linné-Schule in Berlin Lichtenberg. Diese Schule für Sportler mit Handicap hat ein eigenes Schwimmbecken.

Es wurde kein Überkopfstart durchgeführt; außerdem wurde nach der 2 Startregel geschwommen. Das führte zu einigen Neustarts (z. B. WK 5, Lauf 2)

Berlin, 20. September 2016: Abschnitt 1 des 91. Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics am 20. und 21.9.2016 in Berlin. Tobias Zajusch.

Berlin, 20. September 2016: Abschnitt 1 des 91. Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics am 20. und 21.9.2016 in Berlin. Tobias Zajusch.

Am Dienstag war zeitgleich zu den Wettkampf das Training der Wasserspringer. Dieses Becken war am Dienstag und Mittwoch stets gesperrt. Nicht gesperrt war das zweite 25m Becken in der Wettkampfhalle. Am Dienstag, bei den 25m Wettkämpfen, sollten die Sportler für diese Zeit dieses verlassen.

Isabel Gose hatte nach ihren 50m Freistil eine „10,79 Sek.“ auf der Anzeigetafel stehen. Die Zeit war natürlich falsch.

Die Dachluken der SSE waren nur auf der Hälfte der Bahnen 0 bis 4 geöffnet. Ab Bahn 5 waren sie geschlossen. Das führte dazu, dass die Lichtverteilung in der Halle sehr unterschiedlich ausfiel.

Am Dienstag und Mittwoch betrug die Wassertemperatur + 27,7 Grad C.

Es gab eine Mädchenmannschaft, die schwamm die 6x25m Koordinationsstaffel komplett ohne Badekappe.

Die Poelchau Schule (Berlin, Schwimmer, Männer) war zum ersten Mal mit dabei. Mit dabei waren die Sportler der Wasserfreunde Spandau 04 wie Karl Schindler, Justin Heunemann oder Thomas Maibach. Am Ende wurden sie vierter. Begleitet wurden sie vom Trainer Ariel R.

Die Siegerehrungen am Mittwoch gingen von 13.18 bis 13.45 Uhr.

21.9.2016, Jugend trainiert für Olympia. Etwas zu schnell für das Jahr 2016 - 10,79 Sek. auf 50m Freistil

21.9.2016, Jugend trainiert für Olympia. Etwas zu schnell für das Jahr 2016 – 10,79 Sek. auf 50m Freistil

Das Disqualifikations-Problem
Bei den 8x50m Freistilstaffeln, dem letzten Wettkampf der Klasse III bei den Frauen und Männern am Mittwoch, kam es zu mehreren Disqualifikationen. So wurden im Anschluss z. B. Leipzig, Berlin, Magdeburg bei den Frauen und Dresden und Poelchau Berlin bei den Männern disqualifiziert. Die Begründung: ein oder mehrere Sportler hatten beim Wechsel den Startblock zu früh verlassen.
Das führte zu Protesten. Das Kampfgericht setzte sich zusammen und diskutierte.

12.20 Uhr waren die Staffeln der Frauen, 12.31 Uhr die der Männer beendet. 12.45 Uhr wurde durchgesagt, das noch darüber entschieden werden muss, wie mit den Disqualifikationen verfahren wird. Um 13.05 Uhr gab es eine Mannschaftsleitersitzung; um 13.12 Uhr dann die Bekanntgabe der Endergebnisse Wertungsklasse III.

Die Begründung für die Entscheidung lautete sinngemäß:
Visuell gab es bei den Staffelwechseln keine Beanstandungen. Der Kampfrichter sah keinen Fehler. Die Aufzeichnungen der elektronischen Messanlage wurde zum ersten Mal ausgewertet. Daraus ergaben sich Wechseldifferenzen, die über dem Toleranzkriterium lagen. Da es vermehrt bestimmte Bahnen waren, die über dem Toleranzkriterium lagen, wurde ein zweites Mal kontrolliert. Jetzt wurde beschlossen, dass es erhebliche Zweifel an der Elektronik gäbe. Alle Disqualifikationen der 8×50 F wurden zurückgenommen. Dies wurde allen Mannschaftsleitern mitgeteilt. Es gab keine Proteste. Leipzig bei den Frauen und Dresden bei den Männern mussten nicht noch einmal nachschwimmen. Sie gewannen in ihren Wertungsklassen und können zur Schul-WM 2017 nach Budapest fahren.

Anmerkung: Die Anzeigetafel zeigte in den 2 Tagen manchmal falsche Werte an. So bei Isabel Gose über 50 F (10,79 Sek.) oder bei den Reaktionszeiten-Zeiten von 0,20 bis 0,50 Sek. bei etlichen Sportlern. Reaktionszeiten von unter 0,50 Sek. sind stets „Frühstarts“. In diesen Fällen war es aber keiner.

Berlin, 21. September 2016: Abschnitt 3 des 91. Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics am 20. und 21.9.2016 in Berlin. +++ Reaktionszeiten 8x50 F Frauen.

Berlin, 21. September 2016: Abschnitt 3 des 91. Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics am 20. und 21.9.2016 in Berlin. +++ Reaktionszeiten 8×50 F Frauen.

Aus der Ausschreibung:
Wertungsklasse III
Eine disqualifizierte Staffel kann in geänderter Mannschaftsaufstellung bezüglich der disqualifizierten Staffelteilnehmerin/des Staffelteilnehmers einmal nachschwimmen. Beim Austausch ist die Regel maximal drei Starts pro Schüler/in anzuwenden. Das Nachschwimmen erfolgt im Anschluss an den letzten Wettkampf dieses Abschnittes. Wird die nachschwimmende oder eine weitere Staffelmannschaft der gleichen Schulmannschaft disqualifiziert, scheidet die Mannschaft aus.

Besonderheiten nur für Wertungsklasse IV
Pro Regelverstoß bekommt eine Mannschaft 5 Strafsekunden.

Zu den vorgenannten Staffelwettkämpfen
Um zu verhindern, dass Mannschaften wegen Disqualifikationen vollständig aus der Wertung fallen, wird festgelegt, dass sämtliche Verstöße gegen die Wettkampfbestimmungen mit 5 Strafsekunden geahndet werden. Die Strafsekunden werden zur Endzeit der geschwommenen Staffelzeit addiert.

Bilder:
Tag 1: http://mirkoseifert.de/veranstaltung/id/2023

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