(Rand)Notizen Weltcup 2016, Tag 1

Autor: Mirko Seifert

Berlin, 30.8.2016: Da war er wieder, der Weltcup in Berlin. Nachdem 2013 zum letzten Mal in der SSE Station war (25m) ging es dieses Jahr als zweite Station in der SSE weiter. Letztes Jahr wurde die Weltcup-Saison auf einer 50m Bahn geschwommen. Dieses Jahr wieder auf der 25m Bahn, auch Kurzbahn genannt.

30.8.2016, Weltcup Berlin: Rückenstarthilfe musste gerichtet werden.

30.8.2016, Weltcup Berlin: Rückenstarthilfe musste gerichtet werden.

Es wurden wieder Wassereimer eingesetzt. Das ist so ein „deutsches Ding“; dieses Jahr sah man keine Eimer bei der Junioren-EM in Ungarn und bei Olympia.

Die Temperaturen: Wasser + 27,0; Luft in Berlin: + 21.

Zwei Sprecher wechseln einander ab. Die Vorläufe und Finals werden mit Name, Land und in Deutsch und Englisch vorstellt. Ist auch kein FINA Standard. Bei einigen Vorläufen lief Musik.

Es gibt kein Überkopfstart und es wird mit Vorstart gearbeitet.

Berlin, 30. August 2016: Einschwimmen gegen 8.50 Uhr.

Berlin, 30. August 2016: Einschwimmen gegen 8.50 Uhr.

In Paris, Weltcup Station Nr. 1 dieses Jahr, begannen die Wettkämpfe um 09.30 und 17.00 Uhr; in Berlin 10.00 und 17.30 Uhr.

Das FINA-TV ist mit dabei. Dabei werden die aufgebauten Kameras (2 Stationär, 1x mobil, 1x entlang der 25m Bahn) aber erst zum Finale eingesetzt. Bei den Vorläufen läuft eine Kamera, die aber nur die totale zeigt. Auch das ZDF war da (mobile Kamera).

Die Vorläufe waren um 11.30 Uhr zu Ende. Um 12.00 Uhr gab es noch ein Ausschwimmen (Platz 8 im Finale über 100m Freistil). Das Kampfgericht saß noch bis zu dieser Zeit auf ihren Stühlen.

Für die Medien gibt es wieder einen Verpflegungsraum, so wie bei den Deutschen Meisterschaften.

Christinen Brunnen ist Sponsor und liefert frei Haus Trinkwasser an alle.

Zum ersten Mal beim Weltcup in Berlin die Rückenstarthilfe eingesetzt. 2013 gab es sie noch nicht. Die Handhabung lief meisten reibungslos. Nicht alle Sportler nahmen diese in Anspruch. So sah ich eine Sportlerin aus Berlin, die diese nicht benutzte. Der Grund ist kurz genannt: die Sportlerin schwimmt sonst nur Brust oder Schmetterling, aber nie Rücken.

Es gibt keine 15m Tauchleine, das übernehmen die Markieren in den Leinen, die sehr genau ausgerichtet sind. Die 5m Fähnchen wurde aber Wettkampf 12 (200m Brust) aus der Verankerung genommen und hingelegt. Nur bei den Rücken- und Lagenstrecken gibt es deren Einsatz.

Berlin, 30. August 2016: Vater und Trainer Peter Andrew (li) von Sohn Michael Andrew (re).

Berlin, 30. August 2016: Vater und Trainer Peter Andrew (li) von Sohn Michael Andrew (re).

Michael Andrew (USA, Jg 1999), war auch mit dabei. Er wurde von Vater und Trainer betreut. Was auffiel, Michael betet kurz vor dem Start nicht mehr so auffällig. Das war letztes Jahr in Singapur (Junioren-WM) noch anders. Dort bekreuzigte er sich sichtbar, jetzt gehen beide Arme nach unten und erinnern daran. Beide Wohnen, zusammen mit dem US-Team, im andel’s Hotel.

Trainer Bernd Berkhahn aus Magdeburg betreute die Sportler, die unter GERMANY starteten. Es gab zwar noch weitere deutsche Starter, doch diese firmierten unter dem Kürzel CLB (Club).
Bernd betreute Marco Koch, Philip Heintz, Franziska Hentke, Florian Wellbrock und Poul Zellmann. Poul wurde noch bis Sommer 2015 von Bernd trainiert. Dann wechselte er nach Essen.

Das Licht war bis ca. 11.15 Uhr auf das 25m Becken beschränkt. Dann wurde es in der ganzen Halle angemacht.

Das Meldeergebnis wurde noch einmal geändert. So stimmten die Läufe über 50m Schmetterling (Männer) nicht: mein Ausdruck von gestern 20.00 Uhr war ein anderer als die heutige Aufstellung.
Zwei Pressekonferenz gibt es: die erste war gestern mit Marco Koch und weiteren Sportlern (Namen unbekannt); morgen (31.8.) dann mittags mit Christa Thiel.

Bei den Finals waren erheblich mehr Zuschauer zugegen als bei den Vorläufen.

Berlin, 30.8.2016: Shane Tusup, Ehemann von Katinka Hosszu, während der letzten Meter über 800m F. Jetzt hätte man ungarisch verstehen müssen.

Berlin, 30.8.2016: Shane Tusup, Ehemann von Katinka Hosszu, während der letzten Meter über 800m F. Jetzt hätte man ungarisch verstehen müssen.

Unzufrieden war der Trainer und Gatte Shane Tusup über die 800m Freistil der Frauen mit seiner „Gattin“ Katinka Hosszu. Sie belegte am Ende Platz 5 von 5 Starterinnen. Am Anfang war seine Nervosität nicht so schlimm, sie lag zwar immer zurück, doch er dachte, die schafft das schon. Doch ca. 700m vor dem Ziel musste er einsehen, dass dies der einzige Finalstart von Gattin Katinka ist, wo sie nicht auf dem Treppchen landet. Die letzten 100m konnte man gut sehen, dass seine Gesten mit den Armen in Fluchen mit dem Mund übergegangen ist.

Folgende Läufe wurden gleich als Finals ausgetragen – am Abend. Der Grund ist einfach: wenn nur 8 oder weniger Sportler melden wird gleich das Final geschwommen:
200m S (Männer), 400m F (Männer), 800m F (Frauen), 400m L (Männer), 4x50m Lagen Mix

Siegerehrungen werden ohne Hymne gespielt.

Anders als 2013 dürfen wieder Fotografen vor dem Podest bei der Siegerehrung stehen.

James Guy (GB) hatte über 400m F den Sportler als den Arabischen Emiraten nach 375m überrundet.

Den ersten und einzigen Weltrekord heute schwamm der Russe Vladimir Morozov über 100m Lagen (50,30 Sek.). Bereits in Paris vor 4 Tagen schwamm er Weltrekord. In Paris und heute in Berlin sicherte er sich den Scheck über jeweils 10.000 US-Dollar als Prämie.

Man konnte das Atmen und Luftanhalten von Andrii Khloptsov (RUS) über 50m S sehr gut sehen. Im Stehen kurz vor dem Startsignal holte er Luft und nach ca. 35m holte er zum erste Mal Luft im Wasser.

Berlin, 30.8.2016: die cheftrainer auf einer Linie. Links Shane Tusup, daneben die Landestrainer aus Berlin.

Berlin, 30.8.2016: die cheftrainer auf einer Linie. Links Shane Tusup, daneben die Landestrainer aus Berlin.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter (Rand)Notizen, News abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.