EYOF 2013 – Langzeitbeobachtung

Autor: Mirko Seifert

Die vorliegende Auswertung zeigt die Sportler der EYOF 2013 im Schwimmen und ihre anschließende Entwicklung anhand von Teilnahmen an bestimmten Wettkämpfen.

Link: EYOF-Teilnehmer Langzeitbeobachtung: was wurde aus den deutschen Teilnehmern der EYOF 2013 in Utrecht?

Es waren 16 Sportler, die vor 3 Jahren bei den EYOF in Utrecht Deutschland im Schwimmen vertraten. Was ist aus ihnen geworden?
Der einzige Sportler, der in 2013 Gold holte, Hendrik Ulrich, schwimmt nicht mehr.
5 Sportler nahmen 2016 nicht an den Deutschen Meisterschaften teil.
Eine Sportlerin, Leonie Kullmann, schaffte es zu den Olympischen Spielen 2016.
Eine andere Sportlerin, Maxine Wolters, war bei den meisten intern. Wettkämpfen mit dabei.
Zwei Sportlerinnen, Anabel Ivanov und Leonie Hügenell, konnten sich für keine weitere intern. Meisterschaften mehr qualifizieren.

Longlist 2013:
Interessant auch der Blick auf die Longlist 2013, also die Liste von Sportlern, die nach den DM 2013 in Frage kamen, mitzufahren. Folgende Sportler waren auf der Longlist, konnten sich am Ende aber nicht durchsetzen:
Paul Hentschel, Viktor Keller, Ramon Klenz, Henning Mühlleitner, Johannes Tesch, Marek Ulrich und Florian Wellbrock. Wo befinden sich die Sportler im Jahr 2016?
Florian wird 2016 bei den Olympischen Sommerspielen starten; Henning war bei der EM 2016 in London mit dabei; Paul vertrat Deutschland bei der Freiwasser Junioren-WM 2016 und Viktor und Ramon waren bei der Junioren-EM dieses Jahr in Ungarn mit anwesend.

Fazit:
Die EYOF sind als Indikator für eine sportliche Zukunft kein Gradmesser. Sie kommen in der Entwicklung der Sportler so früh, dass nicht abzuschätzen ist, wohin die Reise geht.
Da die EYOF 2013 erst 3 Jahre zurückliegen kommt es auch der Entwicklung der Frauen entgegen. Männer erreichen ihre absolute Leistungsfähigkeit erst später. Die Frauen von 2013 sind jetzt im Alter von 16 und 17 Jahren. Sie sollten vor ihren körperlichen Höchstleistungen stehen.
Das Team zu den EYOF darf nur aus 8 weiblichen und 8 männlichen Sportlern bestehen. Die Auswahl ist somit sehr begrenzt. Auch der Zyklus der EYOF, alle 2 Jahre, klafft zu weit auseinander, um eindeutige Aussagen zu machen. Anhand der Junioren-EM sind viel bessere Aussagen möglich.

EYOF im Vergleich:
Die EYOF sind der Einstieg in die internationalen Meisterschaften und finden alle 2 Jahre statt. 2017 ist Station in Györ, Ungarn. Der „nächsthöhere“ Wettkampf sind die Junioren-Europameisterschaften, die jährlich stattfinden. Von dort an verzweigt es sich immer weiter und die Zyklen variieren stark:
Die Youth Olympic Games (YOG), die höchste „Klasse“ des Jugend/Juniorensports, finden alle 4 Jahre statt. 2018 ist Station in Buenos Aires.
Die European Games, ein „Zwischending“ zwischen EYOF und YOG, fand 2015 zum ersten Mal statt. 2015 war sie aber „nur“ der Aufkleber für die Junioren-EM.
Die Junioren-WM, die alle 2 Jahre stattfindet, ist immer so schlecht terminiert, dass nur ein kleines Team an DSV Schwimmern dort teilnimmt.
Der Unterschied zwischen z. B. YOG und Junioren-EM sind auch die Sportarten. Die YOG sind ein Multisport-Event, die Junioren-EM eine reine Schwimmveranstaltung.
Durch die Neuausrichtung der Altersklassen bei der Junioren-EM (Frauen: 14 – 17; Männer 15 – 18) gibt es jetzt zwischen der EYOF und der Junioren-EM Überschneidungen. So wird es Situationen geben, wo ein Sportler entscheiden muss, zu welchem Wettkampf er fahren möchte (sofern qualifiziert). Da diese Wettkämpfe auch zeitlich nur ca. 2 Wochen auseinander liegen besteht keine Chance, dass Sportler bei beiden Wettkämpfen Top-Leistungen erbringen können.

Link: EYOF-Teilnehmer Langzeitbeobachtung: was wurde aus den deutschen Teilnehmern der EYOF 2013 in Utrecht?

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