(Rand)Notizen JEM 2016, 6.7.2016, Tag 1

Autor: Mirko Seifert, Ungarn, Hódmezővásárhely

Die Außenbahnen 0 und 9 werden nicht benutzt. Sie sind ein wenig zu eng, d. h. beim Schmetterling würde man gegen die Außenkante kommen. Es sind zwar nur ein paar Zentimeter, aber die LEN hat es so beschlossen.

Die Temperaturen von heute
Luft in der Halle: 9:20 Uhr: + 28,0 Grad C.; 11:45 Uhr: + 28,2 Grad C.
Die Wassertemperaturen des Wettkampfbeckens: 8.00 Uhr und 16.30 Uhr: + 26,0 Grad C.
Einschwimmbecken im Freibad: + 27,0 Grad C.

Das Einschwimmen ging morgens von 07.00 bis 09.15 Uhr.

Man merkte schon, dass die LEN die Altersklassen erweitert hat. die Vorläufe zogen sich von 09.30 Uhr bis ca. 14.30 Uhr hin. Das gab es in den letzten Jahren nicht. Auch können die Verbände 4 Starter pro Wettkampf melden, was nicht nur der DSV in Anspruch genommen hat. Für das Halbfinale sind aber nur 2 Sportler pro Land möglich.

Der Sprecher sagt die Informationen in Englisch und Ungarisch an. Es ist aber nicht viel was er sagt. Bei den Vorläufen gibt es keine Laufvorstellung. Auch die Ansage, jetzt Lauf 1, 2 etc. gibt es nicht. Die Disqualifikationen werden nur durchgesagt, aber ohne Grund.

Im WK 1, 50m B, Frauen, Lauf 5, standen schon alle in Hockstellung auf dem Startblock bis jemand auffiel, dass noch 2 Sportlerinnen beim Vorstart waren. Sie durften sich noch zu diesem Lauf dazugesellen. Der Lauf wurde zurückgepfiffen.

Es gibt keine Überkopfstarts.

Mit Fehlstartleinen wird nicht gearbeitet. Stattdessen verlässt man sich auf die Markierungen an den Leinen, die exakt bei 15m ausgerichtet sind.

Der DSV hat einen eigenen Bus zugewiesen bekommen, über den er frei verfügen kann. So ist der Ab- und Rücktransport der Mannschaft unabhängig von Planungen seitens der LEN.

Es wird mit der Rückenstarthilfe gearbeitet. Soweit ich es gesehen habe haben alle Sportler bei Rücken diese benutzt.

Das deutsche Team stimmte sich vor Abschnitt 1 mit einem sog. „Huddle“ auf die Titelkämpfe ein. Eine Ergänzung zu der Einkleidung: jeder Sportler erhielt noch zwei neutrale Badekappe „Germany“.

Eine Sportlerin stürzte beim Rausklettern nach dem Wettkampf. Die Sanitäter wurden geholt. Generell ist zu sagen, das die Fließen extrem rutschig sind. Ein blauer Teppich wurde zwar darauf verlegt, diese bedeckt aber nicht alles ab. Der Rutschfaktor ist wie in der SSE die blauen Fliesen, nur das hier die ganze Halle damit ausgelegt ist.

Musik wird hin und wieder bei den Läufen, vor allem die Strecken ab 200m, gespielt. Sie ist aber nur als Untermalung gedacht. Die volle „Dröhnung“ ist dagegen im Freibad zu hören. Das Freibad ist geteilt und mit einem Zaun getrennt. Man möchte nicht, dass die Sportler sich im öffentlich zugänglichen Raum aufhalten und umgedreht. Das für die Öffentlichkeit bereitgestellte Gelände ist großräumig und auch mit Videowalls ausgestattet, sodass auch im Freigelände jeder die Veranstaltung sehen kann. Der Eintritt für das Freibad beträgt 500 Forint anstatt 1.150 Forint.

Viel Polizei ist zu sehen. Der Bereich des Einganges für die Busses ist großräumig abgesperrt, auch die Ampeln wurden außer Kraft gesetzt. Security Leute und Ordner in und an der Schwimmhalle gibt es auch genug.

Zwei unfreiwillige Pausen in den Vorläufen gab es. einmal nach den 200m S der Frauen mit ca. 5 Min („technical break“). die zweite kurz danach dauerte dagegen mehr als 10 Min. Es musste irgendetwas mit der Zeitmessung auf der Wendenseite passiert sein.

Gegen 17.00 Uhr gab es die Veranstaltungseröffnung. Hier zeigte sich, wie positiv verrückt Ungarn in Bezug auf den Wassersport ist:
Dániel Gyurta war da und hielt eine Ansprache; er ist der Schirmherr dieser Veranstaltung;
der Minister für Sport von Ungarn war da;
in den Ansprachen wurde gesagt, dass Ungarn die EM 2020 im Schwimmen haben möchte;
es waren viele Journalisten da (die heute Vormittag nicht da waren) und das TV übertrug auch live;
es sind mind. 6 TV Kameras aufgebaut, die diese Junioren-EM übertragen;
nach der Veranstaltungseröffnung gab es noch viele individuelle Interviews in der Interviewecke;

Die Sitze der Sportlertribüne wurden schon am Nachmittag rotiert.

Im Finale wurde erst die langsamer und dann die schnelleren Sportler auf die Startbrücke gelassen.

Die Vorstellung der Sportler erfolgte im Finale und Semifinale mit Namen.

Die Kampfrichter müssen bei den langen Strecken die Wendetafel zeigen und den Handdrücker für die 50m Zeit drücken.

Die Musik, mit der die meisten Sportler beim Semi/Finale einmarschierten, stammte von OFF mit „Electrica Salsa“.

Anzahl Fotografen
Vorläufe: 5
Finals: 14

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