3. Tag Atlanta Classic – 15.5.

Autor: Marco Foelske

Jadé Foelske knackte geforderte JEM Normzeit über 200m Schmetterling – Nathan Adrian gewann die 100m Freistil

Auch am dritten und letzten Tag gab es viele Höhepunkte von der Atlanta Classic zu berichten. Erstmal wieder aus der Abteilung bunt gemischtes. Splitter – Breeja Larson, schwamm im C-Finale über 200m Lagen die gesamte Strecke in der Brust Lage. Sie wurde natürlich disqualifiziert. Sie war gestern verhindert und wollte für sich selber ein Zeittest über die 200m Brust durchführen, sagte sie mir nach dem Rennen. Wieder musste ein Anschlagmatte (Bahn 2) ausgewechselt werden. Heute waren mindestens drei TV Teams vor Ort und wieder ungefähr vier Photografen. Heute Vormittag während der Vorläufe war die Tribüne sperrlich belegt, heute  Abend waren dann doch schon mehr Zuschauer für die Finalläufe erschienen.

15.5.2016, Atlanta: Trainerin Beth Winkowski mit Jadé nach dem unterbieten der geforderten JEM Normzeit (2:16,00) über 200m Schmetterling in 2:15,45.

15.5.2016, Atlanta: Trainerin Beth Winkowski (li) mit Jadé nach dem unterbieten der geforderten JEM Normzeit (2:16,00) über
200m Schmetterling in 2:15,45.

Heute fanden die 800m Freistil der Damen und 1500m Freistil der Herren statt. Es gab nur Zeitläufe wobei die schnellsten Zeitläufe am Anfang der Finalläufe durchgeführt wurden. 800m Freistil Damen gewann Andreina Pinto in 8:36,19. Katie Ladecky ist die 800m Freistil nicht geschwommen, dafür standen auf ihrem Program 200m Lagen und 100m Freistil. Bei den Herren gewann Sean Grieshop die 1500m Freistil in 15:18,88. Überraschenderweise gingen die 200m Lagen an Ella Eastin in 2:10,54, die Vorlaufschnellste liess nichts anbrennen und hängte Maya DiRado auf der Bruststrecke ab. Maya schwamm als zweitplazierte 2:11,42. Elizabeth Beisel die die 400m Lagen am Freitag überzeugend gewann kam als sechste über 200m Lagen in Ziel musste allerdings kurze Zeit später die 200m Rücken schwimmen, die sie dafür in 2:12,10 gewann. Alex Walsh die erst 14 jährige wurde zweite über diese Distanz in 2:12,32. Bei den Herren gab es starke Zeiten. Josh Prenot gewann die 200m Lagen in 1:59,51, die 200m Rücken gewann Ryan Murphy in 1:55,82. Er hatte auch schon überzeugend die 100m Rücken für sich entscheiden können. Der zweitplazierte Jacob Pebley über die Rücken Distanz hielt lange mit, am Ende schwamm er 1:56,66.

15.5.2016, Atlanta: Elizabeth Beisel (re) mit Marrco.

15.5.2016, Atlanta: Elizabeth Beisel (re) mit Marrco.

Absoluter Höhepunkt waren die 100m Freistil Finalläufe der Frauen und Herren. Das Damen Finale könnte auch schon ein vorgezogenes Olympiafinale oder US Olympia Trialfinale sein können. Sämtliche Olympia Medaillengewinnerin waren am Start. Gewonnen hat es Simone Manuel in 0:54,11, fünf weitere Damen blieben unter der magischen 0:55 Sekunden Marke. Als dritte kam Ladecky in 0:54,55 ins Ziel. Amanda Weir, die schon 30 jährige Schwimmerin aus Atlanta stammend, wurde fünfte in 0:54,77. Natalin Caughlin mit 33 Jahren eine der ältesten Schwimmerin im US Kader war etwas unzufrieden und schlug als sechste in diesem hochkaräritigem Feld in 0:55,41 an. Bei den Herren machte Nathan Adrian von Anfang an den Sack zu. Er schwamm die 100m Freistil in 0:48,29 und liess den Brasilianer Marcelo Chierighini der in 0:48,69 ganz anständig mithielt, hinter sich. Die letzten beiden Armzüge hatte Adrian sein Tempo schon reduziert. Wenn es bei Olympia zum Duell zwischen Nathan Adrian und dem Franzosen Florent Manaudou wird es sicher ein spannendes Rennen.

15.5.2016, Atlanta: Nationalhymne.

15.5.2016, Atlanta: Nationalhymne.

Nach den Finalläufen gab es wie schon an allen Tagen zuvor Olympia Trial – Zeitschwimmen Möglichleiten. Schwimmer können gegen eine Gebühr von $13 die Strecken schwimmen wo man sich Chancen ausrechnet sich eventuell doch noch die Olympiaqualifikationszeit für die Olympic Trial zu erreichen, wenn es vorher im Wettkampf nicht ganz geklappt hat. Das haben wir heute Abend mit Jadé gemacht. Sie sollte versuchen die geforderte JEM Normzeit von 2:16,00 über 200m Schmetterling zu unterbieten. Die selbe Idee hatte auch noch eine andere Schwimmerin Allison Goldblatt. Sie wollte die US Olymia Trial Norm unterbieten. Die USA Olympia Trial Zeit zu unterbieten ist 2:14,99. So schwammen beide im letzten Lauf am Ende des letzten Abschnitts um 20 Uhr gegeneinander und gegen die Uhr. Jadé schlug als erste in 2:15,47 an und unterbot deutlich die geforderte JEM Norm. Nun müsste sie diese Zeit nochmals bei den DJM – Deutschen Jahrgangsmeisterschaften – bestätigen und könnte ein Ticket zu den Jugend Europameisterschaften (JEM 2016) in Hódmezovásárhely – Ungarn vom 6. bis 10. Juli 2016 – lösen. Für Jadé war es ein gelungener Ausklang mit 11 Starts in 5 Distanzen davon in 4 Distanzen neue Bestzeiten. Aufgeteilt in – 5 Vorläufen und 5 Finalteilnahmen zu starten und in einem Zeitschwimmen.

Fazit: Die ersten Atlanta Classic sind zu Ende. Schwimmer, Trainer und Zuschauer schienen begeistert von der Atmosphere und dem hochkarätigem Starterfeld. Schwimmstars waren zugänglich und auch, wenn bei den meisten aus dem vollen Training geschwommen wurde, waren die Zeiten bei vielen Schwimmern schon recht ordentlich. Es soll wohl im kommenden Jahr eine zweite Version Atlanta Classic geben. Mir hat es Spass gemacht. Ich habe an 5 Abschnitten als Kampfrichter persönlich teilnehmen können. Somit war ich hautnah mit dabei. Bis dahin – Liebe Grüsse aus Atlanta. MF

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