Titze Cup 2016, 11. – 13.3., SSE

Autor: Mirko Seifert, Berlin

2016, Titze Cup: große Lücken im Feld, weil viele Sportler krank waren.

2016, Titze Cup: große Lücken im Feld, weil viele Sportler krank waren.

Große Lücken im Feld
Ich kann mich nicht daran erinnern so viele freien Bahnen in den Läufen schon einmal gesehen zu haben. Zum Teil gab es nur 50 % Belegung pro Lauf, z. B. 100 R, männlich, Lauf 13; 400 F, weiblich, Lauf 7; 200 L, männlich, Lauf 10; 50 B, männlich, Lauf 11.

ZDF alle Tage mit dabei
Das ZDF, mit einer mobilen Kamera, begleitete die syrische Sportlerin Yusra Mardini über die gesamte Wettkampfdauer (3 Tage). Yusra startet für die Wasserfreunde Spandau 04 und hat die Möglichkeit, als Sportlerin mit besonderen Hintergrund (Flüchtling von Syrien via Griechenland nach Deutschland in 2015) an den Olympischen Spielen 2016 teilzunehmen.
Das IOC veröffentlichte am 3.3.2016 eine Mitteilung zum sog. „Refugee Olympic Athletes (ROA) Team“. Die Gruppe besteht zur Zeit aus 43 Sportlern weltweit, die Chance auf dieses Team haben. Am Ende werden es nur 5 bis 10 Sportler sein, die nach Rio fahren. Yusra ist eine Sportlerin, die auf der Liste der 43 steht. Im Juni gibt das IOC die Sportler bekannt. Das ROA wird bei den Sommerspielen 2016 in Rio als eigenes Team behandelt, es gibt eine eigene

2016, Titze Cup: Sven Spannekrebs, Trainer u. a. von Yusra Mardini, wurde auch interviewt.

2016, Titze Cup: Sven Spannekrebs, Trainer u. a. von Yusra Mardini, wurde auch interviewt.

Erkennungsmelodie; die Unterbringung erfolgt im Sportlerpark; eigene Coaches und ein Chef de Mission wird es ebenso geben; eigene Kleidung; bei offiziellen Angelegenheiten wird die Olympische Fahne gehisst; das ROA Team wird hinter dem hinter der Olympischen Fahne und vor dem Brasilianischen Team einmarschieren.
Der Beitrag mit Yusra läuft am Dienstag (15.3.) im Morgenmagazin.
Am 18.3.2016 findet in Berlin ein Mediengespräch mit Yusra statt. Geladen sind TV und Presseteams aus aller Welt, veranstaltet wird diese Veranstaltung vom IOC, dem DOSB, LSB und den Wasserfreunden Spandau 04.

IPC Weltrekord, aber ohne Anerkennung
Der folgende Text erschien am 12.3.2016.

Laufabbruch und Neustart
100 F der Männer, Lauf 19. Das Startkommando wurde akustisch nicht übertragen, nur das Startsignal. Der Lauf ging trotzdem ab, wurde aber sofort vom Schiedsrichter zurückgepfiffen. Leider fiel die Fehlstartleine nicht ins Wasser, sodass die meisten die 100m zu Ende schwammen. Die Zeiten wurden trotzdem genommen. Die Sportler dieses Laufes hatten die Möglichkeit, noch einmal zu schwimmen. Der Lauf 19 wurde nach Lauf 24 noch einmal wiederholt.

Veranstaltungsrekorde
Es wurden 6 Veranstaltungsrekorde aufgestellt. Olivia Wrobel über 50 S (27,73), Leonie Kullmann über 400 F (4:14,89), Alexander Kunert über 200 S (2:01,43), Lisa Graf über 50 R (29,33), Lisa Graf über 100 R (1:01,94) und nochmal Lisa Graf über 200 R (2:12,19).
Jeder neue Veranstaltungsrekord erhielt eine Prämie von 25 Euro. Jeder Person kann nur einmal die Prämie erhalten.

SwC Berlin letztmalig mit dabei
2003 bis 2016, Titze Cup, solange stand desöfteren im Meldeergebnis hinter dem Namen der Verein„SwC Berlin“. In der Zukunft wird das Vereinskürzel nicht mehr auftauchen. Alle Lizenzsportler werden nicht mehr starten bzw. haben mittlerweile den Verein gewechselt. Der Verein „SwC Berlin“ existiert aber noch weiter.

2016, Titze Cup: Kabel der Anschlagmatte hing zu weit drüber.

2016, Titze Cup: Kabel der Anschlagmatte hing zu weit drüber.

Am Freitag (11.3.), bei den längeren Strecken, wurden keine Überkopfstarts durchgeführt.
Der Lauf über 1500m Freistil der Frauen und der Lauf 1 der Männer wurde zusammengelegt. Damit starteten Männer und Frauen zusammen, getrennt durch eine Bahn. Es wurde keine Doppelbahnbelegung geschwommen. Die Wendetafeln hielten die Vereinsvertreter.
Das Sprungbecken war am Freitag gesperrt, die Wasserspringer trainierten noch.
Die erste beim Einschwimmen war Josephine Tesch. Auch heute war das ZDF mit einem 1-Mann-Team dabei. Er sollte bis Sonntag bleiben.
Die Anschlagmatten waren beidseitig angebracht wurden. Es gab ein Vorstartzelt für die 100, 200 und 400er Strecken. Für die 50m Strecken nicht, aber trotzdem gab es einen Vorstart.
Die Leinen waren dieselben wie beim ISM letzte Woche. Diese werden auch noch bis zu den 128. DM im Mai im Wettkampfbecken verbleiben. Es gab zum ersten Mal, seitdem ich am Titze Cup teilnehme, eine Presse-Akkreditierung zum Umhängen.

2016, Titze Cup: Johannes Hintze (re) war in der Halle, schwamm aber nicht mit.

2016, Titze Cup: Johannes Hintze (re) war in der Halle, schwamm aber nicht mit.

Samstag, 12.3.
Die 50m Strecken wurden mit Namen, aber ohne Nennung des Vereins, durchgesagt. Musik wurde meistens nicht gespielt. Die Anzeigetafel hatte Probleme beim Anzeigen der Bahn 4 – die Hälfte der Zeile fehlte.
Das Sprungbecken war ab 9.22 Uhr bis zum Ende des Tages freigegeben. Es wurden keine Rückenstarthilfen eingesetzt.
Es gab kein Veranstaltungsshirt, dafür eine neue Titze Cup Tasse. Diese konnte am Snack-Stand für 8,00 Euro gekauft werden (inkl. dem „Becher ohne Boden“, die sog. Kaffee-Flatrate). Der Snack-Stand stand auf der Tribüne und bot Speis und Trank an wie Kaffeebecher 0,50 Euro, Brötchen – Bockwurst – Kuchen – Getränke für je 1,00 Euro.
Im Foyer hatte sich gegen 11.00 Uhr der Stand von Swimsportnews – Magazin aufgebaut, betreut u. a. von Tino Henschel.
Auch Norbert Warnatzsch war heute in der Halle. Er war aber nicht der einzige Trainer aus Potsdam mit dabei. Marko Letz war mit seinen gesunden Sportlern von Freitag bis Sonntag mit dabei. Norbert’s Sportler Jan Scholtz schwamm mit. Johannes Hintze, ebenfalls von ihm trainiert (zusammen mit Hr. Luckau) war zwar auch in der Halle, aber er schwamm hier nicht mit.
Die 2. Tribünenseite war immer geöffnet.
Mette Haak (Wfr. Spandau 04) verlor bei 400m F ihre Schwimmkappe. In den Abschnittspausen gab es keine Siegerehrungen.

2016, Titze Cup: neues T-Shirt der TG Römisch.

2016, Titze Cup: neues T-Shirt der TG Römisch.

Sonntag, 13.3.
Alle Gewinner der Offenen Klasse erhielten während der 3 Tage zusätzlich eine gelbes Titze-Cup Shirt.
Neben der Sprecherkabine gab es eine Lost & Found Ecke. Auffällig oft wurden Schlüssel gefunden oder gesucht.
Obwohl die Verbindung zwischen der oberen und unteren Halle (obere Halle: Badegäste; untere Halle: Wettkampfbecken) nicht nur räumlich sondern auch durch Ketten und Hinweisschilder getrennt war gab es eine Handvoll ausländischer Jugendlicher, die zum Sprungbecken spazierten und wie selbstverständlich die Sprunganlage nutzen wollten. Sie wurden aber sofort aus der Wettkampfhalle begleitet.
Das Sprungbecken war die ganze Zeit geöffnet. Auf Bahn 5 auf der Hauptstartbrücke lag das Mattenkabel gestern und heute auffällig weit über der Anschlagseite. Gestern legte es Sven Spannekrebs zurück; die Füsse und Hände der Sportler könnten dort hängenbleiben.
Leonie Kullmann schwamm wie andere OSP Sportler auch einige Nebenstrecken, so auch die 200 Brust. Anschließend gab es kräftigen Applaus und Pfiffe von ihrer Trainingsgruppe.
Um 12.15 Uhr wurde die Hälfte des Lichtes ausgemacht (von voller auf halbe Beleuchtung). Dafür ging im Sprungbecken die Beleuchtung an.
In der heutigen Bild am Sonntag gab es einen Doppelseitigen Artikel über Yusra Mardini.
Die Mannschaftswertung gewann die SG Neukölln – zur Siegerehrung war aber niemand anwesend.

Link:
Titze Cup Webseite

Bilder:
Abschnitt 1
Abschnitt 2
Abschnitt 3

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