Meldeflut verwässert die Masters EM 2016

Autor: Mirko Seifert

London liegt an der Themse – der Vergleich mit der „Meldeflut“ bietet sich hier an. Es brauchte nur ca. 48 Stunden, bis die vorgegebene Kapazität beim Schwimmen von 14.000 Starts (Einzel und Staffeln) erreicht wurde. Seit dem 10.2.2016, gegen 18.00 Uhr, war keine Buchung mehr möglich.

Das stieß in der EM Masters Community auf Unverständnis. Wie kann es sein, dass eine EM – sprich eine Europameisterschaft – nicht genügend Kapazität aufweist, um alle potentiellen und vor allen schnellen Masters aus Europa schwimmen zu lassen?
Die Kommentare auf der Facebookseite der „LEN European Aquatics Championships 2016“ drehen sich dann auch um die Meldebegrenzung und Ausgrenzung. Einige haben Flüge und Unterkünfte gebucht, können aber nicht teilnehmen. Bleiben sie nun auf den Kosten sitzen? Was passiert mit den Staffeln? Andere beklagen die viel zu laschen „Standardtimes“ (Pflichtzeiten). Kein Kommentar bezog sich aber auf die Meldegebühr. Diese ist, ungeachtet der Höhe, von allen akzeptiert wurden (siehe Beitrag vom 9.2.2016 „EM Masters Startgebühren 2016“).

Die letzte EM fand 2013 in Eindhoven statt. Sie ging vom 1. bis 6.9. und dauerte 6 Tage. Eine Meldebegrenzung gab es damals nicht. Die Preise für die Starts waren der EM in London ähnlich. Laut LEN nahmen 2013 5.091 Sportler daran teil (4.400 Schwimmer, 163 Wasserspringer, 835 Open Water Schwimmer und 210 Synchronschwimmer).

Die EM London 2016 geht vom 25. – 29.5. über 5 Tage, also einen Tag weniger als in Eindhoven. Die Meldungen waren im Vorfeld für das Schwimmen begrenzt wurden. Die Freiwasserwettbewerbe werde nicht im Mai ausgetragen.

Die Buchung für London war zwar am 11.2.2016 noch möglich (11.2.2016, 12.00 Uhr, http://84.33.2.63/EntryLondonMasters2016/Accrediti.aspx) auf der Facebookseite stand aber bereits am 10.2.2016 gegen 19.00 Uhr „Swimming entries for the ?#?London2016? Arena European Masters Championships have now reached capacity.“

Der Stempel „London EM Masters 2016“ – die Besten Europas schwimmen gegeneinander – hat sich die Veranstaltung wahrscheinlich nicht verdient.

Links: Facebook Veranstaltungsseite mit Kommentaren der Masters

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