Aufbruch in eine neue Zukunft – USA (Teil 1)

Eine Serie über das Leben und dem Alltag im
Schwimmsport in den USA

Autor: Marco Foelske

Vorweg weise ich darauf hin, daß es meine ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen sind, die ich nach sechs Wochen erfasst habe.

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2015, Atlanta, USA: Ted Turner Film und Produktionshauptsitz (CNN, TBS und andere TV Kanäle)

Seit 1. September leben wir in Atlanta, Georgia USA. Eigentlich ist es kein Neubeginn sondern eher eine Fortsetzung von dem wo wir vor acht Jahren aufgehört haben, bevor es mich beruflich zurück nach Europa führte. Den Umständen bedingt ergab sich im Juni dieses Jahres die Möglichkeit wieder zurück in die USA umzuziehen. Es wäre jetzt zu viel diesen Umstand hier näher zu erklären. Fakt ist, wir sind angekommen und haben gleich an den ersten zwei Tagen damit begonnen, die Kinder in ihre jeweiligen Schulen, Bastian zur 5. Klasse Grundschule (Elementary) und Jade in die 9. Klasse Gymnasium (High School), einzuschulen. Schon im Vorfeld hatte ich mich über die Schwimmclubs in Atlanta informiert.

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2015, Atlanta, USA: Heute Studentenwohnheim, 1996 Olympisches Dorf.

Atlanta, die Südstaaten Stadt, war 1996 Austragungsort der 26. Olympischen Jahrhundert Sommerspiele (26th Centennial Olympic Summer Games). Damals landete Deutschland hinter den USA und Russland auf dem dritten Platz des Medaillenspiegels. Es war hier als Franziska van Almsick drei Medaillen gewann, zweimal Silber und einmal Bronze. Über ihre Paradestrecke der 200m Freistil gewann sie „nur“ die Silbermedaille, ging allerdings als Weltrekordlerin und Favoritin ins Rennen. Generell hatten die Deutschen Schwimmerin und Schwimmer eine gute Ausbeute vom Olympischen Edelmetall, nur keine war vergoldet. Die Bevölkerung hat sich von 1996 von 3,4 Millionen auf heute 6,4 Millionen Einwohner fast verdoppelt. Atlanta hat viele namhaften Firmensitze wie CNN, UPS, Coca Cola, Delta Air Lines, Holiday Inn, Home Depot und in Zukunft auch Mercedes Benz USA.

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2015, Atlanta, USA. Schwimmhalle.

Die bekanntesten und besten Atlanta Schwimmvereine sind Dynamo Club, Swim Atlanta und Stingrays. Allesamt trainieren in den meisten Fällen in eigenen Schwimmbädern, keine der Vereine erhält staatliche Zuschüsse oder Verbandsgebühren aufgrund guter Leistungen vom Nationalverband US Swimming. Eines der bekanntesten Amerikanischen Nachwuchsschwimmer und Mietglied der USA Junioren Nationalmannschaft, Michael Taylor (16 Jahre alt) trainiert beim Dynamo Club Alpharetta. Dynamo Club besitzt zwei Trainingsstätten, eines ein bisschen nördlich ausserhalb der Stadt im Bezirk Alpharetta und das zweite ganz in der Nähe von unserem Haus und Schule in der Shallowford Road was noch innerhalb der Stadtgrenze liegt. Atlanta umringt ein fast 80 km langer Autobahngürtel I285, ähnlich der A10 um Berlin. Es war hier, das Jade ihre ersten Schwimmversuche im Alter von vier Jahren machte. Damals kam sie aber noch nicht über das Lehrschwimmbecken hinaus und konnte demnach auch nicht in die grosse Becken wechseln. Dieser Wechsel fand erst im Alter von sechs Jahren in Birmingham, England statt. Irgendwie interessant nun wieder zurück am selben Ort als C-Kader Schwimmerin des DSV Nachwuchsmannschaft in der kommenden Saison hier trainieren zu können.

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2015, Atlanta, USA. Wettkampf.

Ein anderer Schwimmverein von beachtlichem Namen ist Swim Atlanta. Der Verein trainiert in fünf Trainingsbädern verteilt über die Stadt. Allerdings, in unserem Fall, liegen sie zu weit von unserem Haus und den Schulen entfernt. Für College Students in Atlanta geeignet, weil eines der Trainingsstätten die Technische Universität von Georgia (Georgia Tech University) im Zentrum ist. Während der Olympischen Spiele, die Schwimmstätte der Spiele und das Olympische Dorf, heute neben dem Gelände von Coca Cola. Die Wahl fiel auch deshalb auf Dynamo, weil der Schwimmkomplex über drei getrennte Schwimmbecken verfügt. Ein Schwimmhalle mit einem Becken mit den Maßen 10 x 25 Yard oder 9 x 25m Bahnenlänge, ein Lehrschwimmbecken 15m x 8m und ein 8 x 50m Aussenbecken mit einer Zeltblase, was die Breite von 25 Yard hat. Während der Winterkurzbahnsaison wird unter der Woche quer auf 17+1 Yard Bahnen trainiert (die 18. Bahn ist nicht exakt 2.50m breit daher 17 + 1 Bahnen). Am Wochenende findet das Training auf der 50m Langbahn statt. Zusätzlich verfügt der Komplex über drinnen und draussen Gymnastik und Fitnessbereiche, einen Spinning/Fahrradraum und einen grossen Aussenbereich für Sportspiele auf Kunstrasen. Kostenlose Parkplätze stehen Sportlern und Eltern zur Verfügung. Ich erwähne das nur, weil öffentliche Verkehrsmittel eher rar sind und ohne Auto geht so gut wie gar nichts in der Stadt. Im übrigen ist das kein Einzelfall in den USA. Alle neueren und stark angewachsenen Städte kämpfen mit demselben Problem, zu viele Autos und nicht genügend öffentliche Verkehrsanbindungen. (Orlando, Las Vegas und eben auch Atlanta).

Teil 2: nächsten Dienstag (3.11.2015).

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