Hamburger DMS-J Landesfinale ohne Zuschauer

Autor: Mirko Seifert

Nun also Hamburg. Nachdem schon vor 2 Jahren Potsdam mit dem Problem zu kämpfen hatte trifft es nun das Landesleistungszentrum Dulsberg. Wegen der zu hohen Anzahl an Personen gleichzeitig in der Halle beim Wettkampf und den daraus ergebenen „sicherheitsrelevanten Aspekten“ muss das Landesfinale kommendes Wochenende geteilt werden. Die Altersklassen D und C schwimmen zuerst, dann wird die Halle geräumt. Anschließend schwimmen die Altersklassen B und A. Zuschauer, Eltern und andere Personen, die nicht unmittelbar mit dem Landesfinale zu tun haben, haben keinen Zutritt.
Neben dieser Einschränkung wurde auch das Programm leicht geändert. So haben die Sportler am Sonntag vor der Lagenstaffel keine Pause, die Staffeln pro Altersklasse werden aber im Abstand von 30 Minuten geschwommen.

Wie sah die Situation in Hamburg vor einem Jahr aus?
Am 3. und 4.10.2014 trafen sich die Altersgruppen A, B, C und D in Dulsberg. 448 Sportler schwammen 294 Staffeln. Die Altersklasse E und Junioren hatten einen extra Wettkampf, bei denen 170 Sportler und 145 Staffeln geschwommen wurden.

Am 3. und 4.10.2015 fand der Hamburger Sprintcup auch in dieser Schwimmhalle statt. Dort waren insgesamt 611 Sportler anwesend wobei nicht sicher ist, ob auch alle Sportler gleichzeitig anwesend waren. Der Grund für den plötzlichen „Sinneswandel“ und die Beschränkung auf weniger Sportler in der Halle ist nicht bekannt. Es ist leider davon auszugehen, dass die Beschränkung für alle Wettkämpfe im Dulsberg auch in Zukunft angewendet wird, welches das Aus (in Abhängigkeit der max. Anzahl an Leuten in der Schwimmhalle) für viele Wettkämpfe bedeuten könnte. In Potsdam führte genau diese Einschränkung zum Tod einiger Wettkämpfe.
Die Meldezahlen der DMS-J für 2015 sind nicht ermittelbar.

Bereits vor 2 Jahren gab es bei den Potsdamer Kurzbahnmeisterschaften im Luftschiffhafen während des Wettkampfes die Ansage, dass nicht mehr alle Sportler und Zuschauer in die Halle dürften. Die Zahl, die damals die Runde machte, war ca. 200. Seitdem werden keine Wettkämpfe mehr im Luftschiffhafen geschwommen, zumindest keine, wo mehr als 200 Leute gleichzeitig in der Halle sind (einschließlich Sportler, Kampfgericht).

Link:
Hamburger Schwimmverband

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