Jugend trainiert für Olympia 2015 – die Zukunft war schon am Start

Berlin, 22. September 2015: Abschnitt 1 des 90. Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics am 22. und 23.9.2015 in Berlin. *** Verena Schott

Berlin, 22. September 2015: Verena Schott gab Interviews und Autogramme.

Autor: Mirko Seifert

Die Veranstaltung „Jugend trainiert für Olympia“ und „Jugend trainiert für Paralympics“ fand zusammen als eine Veranstaltung am 22. und 23.9.2015 in Berlin in der SSE statt.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung war die Halle nicht nur mit Sportlern, sondern auch mit Medienvertretern gut gefüllt. Grund war nicht nur die 90. Veranstaltung dieser Art, sondern auch weil Bundespräsident Joachim Gauck die Patenschaft für die „Come Together“ Staffel (8x25m Freistil) übernahm; bei der Siegerehrung am 23.9.2015 übergab er die Medaillen. Dementsprechend waren 3 TV Teams (z. B. RBB) und 3 Fotografen gekommen.
Auch Verena Schott, Paralympische Schwimmerin, selber nicht am Start, war zu Beginn vor Ort und gab Interviews und Autogramme. Emely Telle, Silber über 100m Brust dieses Jahr bei der IPC WM in Glasgow, startete dagegen im Einzel.

Doch das wirkliche sportliche Highlight spielte sich abseits der Scheinwerfer ab. Ein „echter“ Olympia-Champion für die Jugend, die EYOF (European Youth Olympic Festival), schwamm nämlich auch mit: Anna Fehlinger. Sie gewann in Tiflis 2015 Gold über 200m Brust. Doch das ging an den „Medienvertretern“ spurlos vorbei. Die EYOF stehen unter der Schirmherrschaft des IOC und werden vom Europäischen Olympischen Komitee alle 2 Jahre veranstaltet.
Ein anderer Olympia-Teilnehmer war auch die ganze Zeit in der Halle – Patrick Hausding. Die Wasserspringen trainierten während der Zeit des Wettkampfes der Schwimmer im Sprungbecken. Doch Wasserspringen gehört nicht zum Programm bei Jugend trainiert für Olympia.

Charlotte Bohner startete für die Sportschule Potsdam. Das ist nichts besonders. Oder doch? Sie wechselte im Sommer vom SLZ Berlin nach Potsdam. Aber, und das ist das besondere daran, sie startetet ausserhalb der Schulwertung weiterhin für den Berliner TSC. Sie schwamm also in der Staffel und im Einzel gegen Vereinskameraden, mit denen sie demnächst wieder zusammen gemeinsam schwimmen wird.

Die Schwimmerin, die am dichtesten an Altersklassenrekorden (AK) dran war, hieß Maya Tobehn (Jahrgang 2002): sie schwamm 50m Freistil in 26,74 Sek. (AK 26,10 Sek.) und über 50m Rücken in 29,78 Sek. (AK 28,68 Sek.).

Jugend trainiert für Olympia ist keine „Vor-Olympische Veranstaltung“. Sie ist eine Schulveranstaltung, die alle zwei Jahre ihren Höhepunkt bei der Schul-WM findet. 2015 fand diese in Poznan, Polen, statt. Hier gewann u. a. die Potsdamer Sportschule mit u. a. Johannes Hintze Gold.

Das „Fotografen-Highlight“ war das Licht: zum ersten Mal seit 2008 wurde bei dieser Veranstaltung das Wettkampflicht (2 von 4 möglichen Lichtern) angeschaltet (23.9.). Sonst gab es nur die Wettkampfbeleuchtung.

Das Einschwimmen am 22.9. begann schon lange vor 09.00 Uhr; die Teams konnten am Montag nur bis 15.00 Uhr in der SSE trainieren, weil es Probleme mit dem Wasser gab.

Sprecher und Moderatoren waren Peter Wuckel und Christian Holzmacher. Er führte auch die Interviews durch.

Am 22.9.2015 fand das Finale des Triathlons von „Jugend trainiert für Olympia“ im Berliner Olympiapark statt. Hier findet der Interessierte auch Namen in den Ergebnislisten, die ehemals Schwimmer waren. Annika Müller z. B. belegte Platz 13 im Einzelwettbewerb der Mädchen. Sie trainierte bis 2012-13 bei Hr. Luckau in Potsdam. Hr. Luckau trainiert u. a. Johannes Hintze.

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