Tokio 2020 – die Pannen häufen sich

Autor: Mirko Seifert

Die Probleme für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio bekommt die Stadt nicht in den Griff. Nachdem das Olympiastadion wegen der zu hohen Kosten noch einmal neu konzipiert werden muss, wurde diesen Monat das Logo der Spiele, immerhin aus 104 Designs ausgewählt, zurückgezogen. Dem Designer wurde Plagiatsvorwürfe vorgeworfen. Nun ist Tokio nicht nur nach der Suche nach einem neuen Logo, sondern auch nach einem abgespeckten Konzept für das Olympiastadion. Die ursprüngliche Kapazität von 80.000 Menschen wurde auf 68.000 reduziert, das Dach soll modifiziert werden, die Klimaanlage soll gänzlich fehlen, die Fläche schrumpft um 13 Prozent auf 194.500 qm (Berliner Olympiastadion 56.616 qm). Die ursprünglichen Kosten wurden von 346 Billion Yen (ca. 2,541 Mrd. Euro) auf 155 Bill. Yen (ca. 1,13 Mrd. Euro) heruntergeschraubt.

Die meisten Problemen bereitet den Organisatoren aber die Zeit. Das Stadion sollte im Januar 2020 fertig sein, der Rugby Weltverband möchte dort die WM durchführen. Dessen Kataloge und Bewerbung fußten auf dem neuen Stadion.
Tokio und sein Olympiastadion, Berlin und der Flughafen – 2 Städte mit dem identischen Problem: prestigeträchtige Bauvorhaben, die völlig aus dem Ruder gelaufen sind.

Link:
Tokio zieht Reißleine (Beitrag 21.7.2015)

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