(Rand)Notizen Berliner Meisterschaften 2015, Berlin

Berlin, 9. Juli 2015: Doppelter Einsatz von Moritz bei den 1500m F der Frauen.

Berlin, 9. Juli 2015: Doppelter Einsatz von Moritz bei den 1500m F der Frauen.

Autor: Mirko Seifert

Die Berliner Meisterschaften fanden vom 9. – 12.7.2015 in Berlin, SSE, statt. Es war der Ursprungstermin. Der Ausweichtermin ging vom 2. – 5.7.2015, ebenfalls SSE. Der „alte-neue“ Termin (9.7.) wurde wieder aufgegriffen, weil den Startern der German Open in Essen (1. – 4.7.) die Möglichkeit gegeben werden sollte, auch bei den Berlinern zu schwimmen.

Ende Juli 2015 findet die WM in Kazan, Russland, statt. Berlin ist mit 4 Sportlern vertreten (Felix Auböck für Österreich; Lisa Graf, Alexander Kunert, Maximilian Oswald für Deutschland). Alle 4 waren nicht am Start.
Die einzige EYOF-Starterin aus Berlin, Jade Foelske, Ende Juli in Tiflis, Georgien, schwamm nicht mit. Sie ist gerade mit der EYOF-Nationalmannschaft im Trainingslager.
Teilnehmer der Baku-Spiele Ende Juni (Junioren-EM Ersatz 2015) waren dagegen mit dabei: Josephine Tesch, Leonie Kullmann und Ole Braunschweig. Tobias Niestroy und Leo Schmidt fehlten dagegen.

Zum ersten Mal gab es seit 1990 Finals. Der Finalabschnitt fand am 11. und 12.7. jeweils am Nachmittag statt. Geschwommen wurden die 50/100/200er Strecken in je einem Lauf männlich/weiblich, Offene Wertung, auf 10 Bahnen. Da es dieses Jahr erheblich weniger Einzelstartmeldungen (ca. 1.000 weniger als 2014) gab, mussten einige Sportler in kurzen Abständen viele Finals bestreiten. Nach jeweils 2 Wettkämpfen wurden die Siegerehrungen (Platz 1 bis 3) durchgeführt.

9.7.: Am Donnerstag gab es gleich zu Beginn ein Musikwunsch – Helene Fischer mit „Atemlos durch die Nacht“. Es wurden keine Überkopfstarts durchgeführt. Franziska Wohlert, die zur Zeit in Berlin trainiert, aber seit Jan. 2015 an der Uni in den USA studiert, schwamm heute auch mit. Letztlich geht es um die Zeiten auf der 50m Bahn. Weil Franziska keine aktuellen 50m-Zeiten hatte konnte sie auch nicht an der Universiade 2015 teilnehmen. Diese fand Anfang Juli in Südkorea statt. Die andere USA-Uni-Schwimmerin, Nancy Schuchhardt, schwamm am Wochenende bei den Berlinern ebenfalls mit.
Moritz Blanke hielt heute 2 Wendetafeln gleichzeitig bei den 1500m Freistil Frauen ins Wasser.

Deutscher Rekord(Versuch): ebenfalls seit 1990 gab es bei den Berliner keinen Deutschen Rekord. Heute war es soweit. Die 4x50m Schmetterlings-Staffel der Männer des Berliner TSC war für Wettkampf 999 als Rekordversuch angemeldet. Am Ende blieben sie unter dem alten Rekord. In der Besetzung Christian Ertel, Anand Zedevijn, Florian Opitz und Timo Zwiesigk schwammen sie 1:39,37 Min. Die Wechsel wurden durch 2-Kampfrichter abgesichert. Eine 50m und 150m Zwischenzeit gibt es nicht, weil die Anschlagmatten einseitig angebracht wurden.

10.7.: Der Freitags-Abschnitt war der kürzeste. Er dauerte nur 1 Stunde. Die Schwimmerin Selina Klamt hatte bei den Berliner ihren letzten Schwimmwettkämpf. Sie wechselt zum Triathlon Potsdam. Sie ist bei der SG Neukölln gemeldet, trainierte aber seit 2 Jahren auf der Sportschule in Potsdam.

11.7. (Autor: Marco Foelske): Am Samstag fanden gleich drei Abschnitte statt. Der 3. Abschnitt begann mit zwei 50m Strecken, die wurden in umgekehrter Reihenfolge der Lagenstrecken geschwommen, gefolgt von jeweils zwei 100m und 200m Strecken. Allesamt Vorläufe, die Besten 10 Schwimmer in der offenen Klasse mussten dann im Abschnitt 5 nochmals antreten. Durch die vielen Abmeldungen schwammen auch recht viele Nachwuchsschwimmer mal ein Finale. Die Anzeige versagte zweimal während des 3. Abschnitt und wer die Stoppuhr nicht parat hatte, konnte seinem Schützling auch nicht die Zeiten sagen. Nach kurzem rebooten, ging die Anzeigetafel wieder. Kaffee, Getränke und Snacks gab es für die Kampfrichter. Die Sprecher hatte eine grosse Dose Haribo-Gummimischung zum naschen. Der 3. Abschnitt war 25 Minuten früher zu Ende als geplant, somit wurde die Mittagspause vorgezogen. Vor dem 4. Abschnitt um 12:45 Uhr gab es dann noch eine Ehrung aller Berliner Schwimmer die bei der DJM als Sieger oder Medaillengewinner hervorgingen, sich für die 1. Europaspiele in der JEM Mannschaft in Baku qualifiziert hatten. Der 4. Abschnitt begann um 13:00 Uhr. Es wurden jeweils die 200m Lagen weiblich und männlich geschwommen. Bei den nachfolgenden Lagenstaffeln schwammen insgesamt nur 4 weibliche und 6 männliche Staffeln. Dann wurde vor dem 5. und letzten Finalabschnitt nochmals eine Pause von 45 Minuten eingeschoben. Um 15:15 Uhr fing der Finalabschnitt an. Nach jedem weiblich/männlich Finallauf wurden die Siegerehrungen durchgeführt. Manche Schwimmer, mussten nach der Siegerehrung sofort wieder zum Start gehen, damit sie den nächsten Start nicht verpassen.

12.7.: Rückenstarthilfen wurden nicht eingesetzt. Leon Fischer startet jetzt für die SG Neukölln. Das Wassersprungbecken war für das Ein/Ausschwimmen geöffnet.
Hauptstadtsport.TV war mit 3 Männern anwesend und blieb fast die gesamte Veranstaltung. Ich sah auch hin und wieder eine kleine Action-Cam (Video), die während verschiedener Läufe ins Wasser (auch ziemlich nah am Aktiven) gehalten wurde. Fotografen dürfen so etwas nicht! Um 13.54 Uhr gab es einen Sanitätereinsatz. Einen Sportlerin hatte sich zu sehr verausgabt. Ein Kampfrichter wurde nach 40 Jahren Tätigkeit verabschiedet.

Helena: Seit gestern (11.7.) begann eine neue Zeit für die Schwimmerin Helena Hornig. Sie war die letzte Sportlerin am SLZ Berlin, die NICHT mit Wettkampfanzügen schwamm. Das ist nun Vergangenheit. Zum ersten Mal (!) schwamm sie in den (Hightech)Anzügen.
Helena hat auch besondere (Blumen)Aufkleber auf ihren Oberarmen. Einmal wurde sie vor dem Start daraufhin angesprochen, ob es nicht „Tapes“ sind. „Tapes“ sind seit einigen Jahren im Schwimmen verboten. Es sind aber keine „Tapes“. Schon bei den DJM schwamm sie damit.
Helena war auch heute beim ersten Ausschwimmen der Berliner seit 1990 beteiligt. Gesucht wurde die 10. Teilnehmerin über 50m Schmetterling der Frauen. Beim Anschlag zeigte die Anzeigetafel zwar die richtige Zeit, aber Männernamen an.

Auch Masters-Schwimmer schwammen mit. Mit Jahrgang 1984 war M. Grösch die älteste Teilnehmerin insgesamt. Sie schwimmt regelmäßig bei Masterswettkämpfen und startet für die SG Neukölln. Sie erreichte auch 1 Finale. Ältester männlicher Teilnehmer war Frank Stüwe im Jahrgang 1967.

Juli Becker war auch in der SSE, aber als Zuschauerin. Sie trainierte bis letzte Saison noch am OSP Berlin und ging dann zurück nach Potsdam. Gestern betreute sie noch bei den Landesmeisterschaften Brandenburg als Assistenz-Trainerin ihr Schützlinge in Potsdam.

Über Lauf 3 der 100m Brust der Frauen schwamm nur 1 Sportlerin. Die Leute klatschten Beifall über die gesamt Strecke.

Flussbad-Pokal: am heutigen Tag (12.7.) fand in der Spree der Flussbad-Pokal statt. Auch 2 Teilnehmer der Berliner nahmen daran teil. Margarethe Hummel und Markus Rosenkranz (als Helfer im Einsatz). Es waren dann auch die Sieger beim Flussbad-Pokal. Geschwommen wurde 1 km in einem Flussarm der Spree in Höhe der Monbijoubrücke. Start war um 15.00 Uhr
(Bericht Flussbad-Pokal).

Die SSE ging einen Tag nach den Berlinern (13.7.) in die Sommerschließzeit. Die Schwimmhalle ist bis zum 30.8.2015 geschlossen („schließt die Schwimmhalle wieder für die jährlichen Instandhaltungsarbeiten“). Das ist die längste Schließzeit seit Jahren. Die Schulferien in Berlin gehen vom 16.7. – 28.8.
Das SLZ Berlin kann dann ab der neuen Saison die SSE wieder für das Training benutzen. Eigentlich fangen die Sportschüler mind. schon 1 Woche vor Schulbeginn mit dem Training an. Es wird sich zeigen, wo sie trainieren können. Das Sportforum Berlin ist vom 27.7. – 23.8. geschlossen.

Link:
Ergebnisse: http://www.berliner-meisterschaften.com/
Bilder:
Abschnitt 1: http://www.mirkoseifert.de/veranstaltung/id/1836
Abschnitt 2: http://www.mirkoseifert.de/veranstaltung/id/1837

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