Bundesjugendspiele

Autor: Rene Asmus

In den letzten Tagen machte eine große Sache die Runde, Eltern wollen das Nationale Sportfestival abschaffen, weil sich ihre unsportlichen Kinder gedemütigt fühlen. Ach du Sch…, haben wir mal wieder einen Fall von „Deutschland schafft sich ab!“ weil manche Menschen einfach zu faul sind, ihrer gesellschaftlichen Rolle gerecht zu werden. Mal ehrlich, vergleichen wir die heutige Situation von Kindern mit der von vor 10-15 Jahren (also meiner). Zu meiner Zeit gab es auch schon sportfaule Kinder, unsportliche Kinder, Kinder die Probleme hatten sich beim Sport zu zeigen, obwohl sie wollten. Das alles gibt es heute wie damals. Der große Unterschied, den ich als junger Trainer mittlerweile auch mitbekommen habe, ist, Eltern heutzutage sind im Durchschnitt ganz schön weich geworden, was die Erziehung ihrer Kinder angeht. Es ist anscheinend sehr bequem den Nachwuchs mit einer Tonne technischer Geräte einzudecken und den qualitativ minderwertigen „Bildungsprogrammen“ der Mittags-/Nachmittagszeit auszusetzen, statt die Erziehung in verschiedenen Facetten selbst in die Hand zu nehmen, sich selbst ein wenig Freizeit zu schaffen und den Kindern beizubringen, wie viel Spaß Bewegung machen kann (könnte den Eltern ja auch gut tun). Und wenn das Kind sich dann beschwert, dann muss alles aus dem Weg geräumt werden, was stört. Dass weniger fähige Kinder im Sport Objekt von kindlichen Anfeindungen und Hänseleien sind, ist auch nichts Neues und muss ebenfalls von erzieherischen Kräften eingedämmt werden. Aber man kann es sich auch einfach machen mit den neu aufgekommenen Mitteln der Technischen Evolution.
Liebe Eltern, die diese Petition unterstützen, es wäre sehr wünschenswert, wenn ihr eure Kinder auf das Erwachsenenleben vorbereitet und nicht in deren Traumwelt leben lasst. Denn diese ist nicht geeignet zum eigenständigen Leben.

Warum schreibe ich eigentlich darüber? Ich fände es sehr interessant, wenn in diese Bundesjugendspiele auch Schwimmen integriert würde, einmal aus persönlichem/sportlichem Interesse aber auch aus allgemeinem Interesse. Persönlich/sportlich gesehen kann man damit das vielmals angesprochene Schulschwimmen wieder aufwerten und die Vereine könnten mehr Talente und schwimmlustige Sportler gewinnen. Es reicht ja schon ein eindeutiger Nachweis der Schwimmfähigkeit wie beispielsweise 50m oder 100m Schwimmen. Allgemeines Interesse gilt hierbei vor allem der Schwimmfähigkeit und damit einhergehend das verringerte Risiko und die verringerte Häufigkeit von Schwimmunfällen. Das sollte den Staat schon interessieren, hat aber das Problem, dass wohl nicht genügend Wasserfläche zum Schwimmenlernen zur Verfügung steht. Man will ja lieber Spaß- statt Schwimmbäder bauen, damit man weiterhin der lahmen Mediengesellschaft entspricht.

Links:
https://www.change.org/p/petition-bundesjugendspiele-abschaffen-manuelaschwesig

http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/bundesjugendspiele-mutter-startet-petition-bundesjugendspieleweg-a-1040475.html

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung

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